Roland Juno-60/106 <> Roland JP8000

wieso abraten?
klar, ich hätte rein vom emotionalen Aspekt voll Bock auf das Gerät. Ich wäre auch bereit das zu zahlen, ob die Höhe des Preises dennoch sehr zwickt.
Ok, das mit dem abraten war jetzt schnell dahin geschrieben. Was ich damit meinte ist quasi die softere Variante von abraten: Das nicht raten. Eben weil ich ja deine Einschätzung über den Preis teile: das ist schon ne Menge Kohle, so viel legt man nicht gerne auf den Tisch. Da bin ich ganz bei dir. Ich wollte da sozusagen die emotionale Komponente im Entscheidungsprozess unterstreichen. Im Sinne von, dass man diese akzeptiert und nicht versucht zu pseudo-rationalisieren. Sozusagen einfach den Wahnsinn akzeptieren und dann völlig ungeniert fortfahren. Ich weiss auch garnicht ob das so ist mit der Rationalisierung, ich hatte nur den Eindruck im Threadverlauf....kann mich täsucehn, der Tag war lang, die Augen sind müde...who knows...

Irgendwer muss damit angefangen haben höhere Preise zu verlangen und so ist das einfach immer weitergegangen
So funktioniert der Markt eher nicht. Steigende Preise setzen ein steigende Nachfrage voraus. Es ist ja kein kurzer Trend sondern eine seit Jahren beobachtbare Entwicklung bei vielen Vintage-Klassikern.

Das Problem sind meiner Meinung nach auch nicht primäre die hohen Preise. Das Problem ist der jeweilige Gerätezustand, der bei der Preisgestaltung nicht ausreichend berücksichtigt wird, d.h oftmals werden für Geräte mit deutlichen Gebrauchsspuren zu hohe Preise aufgerufen. Und die Geräte in Topzustand, die seltener auftauchen, gehen für nicht viel mehr übern Tisch. Habe ich jedenfalls öfters beobachtet. Ich jedenfalls sitze auf einem Haufen Gear nur deshalb weil ich weiß, dass ich die Sachen in dem Zustand wohl eher nicht mehr finden werde.
 
es ist aber ein sehr ungerecht oder ungleich gelagerter Trend. meinen D-50 hab ich für 300 Euro gekauft, vor 2 Jahren, den SY77 für 250 Euro und meinen CS-15 für 450 Euro. Das sind alles gerechte Preise. Gut, den CS-15 hab ich direkt aus Japan, in Europa zahlt man dafür gleich 900 und teilweise sind die in einem Zustand, besonders aus den USA, wo ich mich frage wie die die Frechheit besitzen können solche Preise zu verlangen, ich hoffe immer die bleiben dann drauf sitzen. Hier wird das einfach meinem Eindruck nach dazu verwendet, wie überall massig Geld damit zu machen, obwohl es bei diesen Zuständen in denen die Synths angeboten werden einfach absolut ungerechtfertigt ist. Und meine o.g. Synths sind ja nun auch Klassiker, grade auf der SY77 der einfach mehr auf dem Kasten hat geht heut noch in der Bucht und Kleinanzeigen für 300 Euro weg,ein Juno kostet 1200 - 1600, je nach Modell. Das ist vollkommen absurd und das System hinter den Preisen möchte ich gern mal erkennen.
 
Ein System gibts da nicht.. jeder versucht soviel damit zu verdienen wie er kann
Jemand kauft nen Synth vor 10 Jahren für 200€ und will ihn heute verkaufen...dann stellt er ihn ja nicht für 200€ rein sondern schaut erstmal was auf Ebay aufgerufen wird.. Ich finde dass die Synths ihr geld schon wert sind..
DIe sind halt früher unter Wert verramscht worden..
 
wobei ich mich manchmal Frage wie Leute wie Legowelt so einen riesigen Synth-Park unterhalten können, von den quasi irgendwann anfallenden Reparaturkosten ganz zu schweigen...

Selber machen? Repariere 99% meiner Geräte selber. Gerade Batteriewechsel oder Kleinigkeiten sollte eigenetlich jeder beherschen. Autofahrer müssen ja auch in der Lage sein, Reifen zu pumpen und Öl zu kontrollieren. Sollte daher auch für Synths (allgemein Elektronik) gelten.
 
ja, da gehe ich soweit mit. aber was gar nicht geht, ist bei Synthies wie dem Juno das 8-10 fache des Preises. das ist einfach absurd. ich bin ja gern bereit so 1000 € für eine Synthie hinzulegen, und sicher gibts da auch im Vergleich Unterschiede. Aber trotzdem ..

einen Batteriewechsel beim D-50 oder FB-01 - ok. Aber bei einem SY77 mit dem Aufschrauben der gesamten Platine und neu löten - wenn man keine Lötkenntnisse hat - ne danke. Das lass ich machen. Ein Batteriewechsel bei einem Synthi ist nicht überall einfach und gleich zu machen.
 
nope. auf 100V, und zwar genau auf 100. Ich wollte mich auf die Spielchen mit 110 - 115 V und den Spannungsunterschieden nicht einlassen, habe mir aus England für 60 € einen vernünftigen StepDown Converter von 230 V auf 100 V gekauft, bei Airlink Transformers. Die bieten Transformer für 100, 120, 240 V an. Lieber an der Stelle mehr Geld ausgeben, als sich den Synthi beschädigen.
 
Es ist ja nicht so dass alles teurer wurde. Einiges ist auch günstiger geworden. Ich habe mein Zeug immer antizyklisch gekauft. Immer dann wenn es bei anderen out war, habe ich Junos, Jupiter und Oberheimis gekauft. :D Oja.
 
so wie ich den CS-15. obwohl der in den Preisen anzieht. letztes Jahr bekam man einen CS-15 hier in der Buch für ... naja, 600 €. Jetzt wird da teilweise schon 800 - 900 Euro verlangt. Kann sich wieder geändert haben. Aber so ist mein Eindruck.

Dann hoffe ich mal der Zyklus dreht sich wieder zu meinen Gunsten. Zwangsläufig muss da ja eine Senkung her, ich kann mir nicht vorstellen dass hier jeder für 1500 - 2200 einen Juno kauft. Da werden die Händler wohl runter mit den Preisen. (hoffe ich). irgendwann.

Warum mich der Juno auch so anfixt:


Schönes Ding von Danny. Ich glaube das hat der wohl nur mit einem Juno gemacht. Allein der Arpgreggiator ist toll.

Eine schöne Maschine, die ebenfalls einen sehr dicken analogen Klang hat, was ich bis jetzt so mitbekommen habe, ist der Prophet 600. Auch der soll einen guten Apreggiator haben und mit dem GliGli Update nochmal kräftig nachlegen im Sound. Das wäre auch eine Option für mich, also weder JP noch Juno, sondern der. Da gibt es bei YouTube schon einige sehr ähnlich klingende Juno-Sounds aus der Maschine.
 
Und meine o.g. Synths sind ja nun auch Klassiker, grade auf der SY77 der einfach mehr auf dem Kasten hat geht heut noch in der Bucht und Kleinanzeigen für 300 Euro weg, ein Juno kostet 1200 - 1600, je nach Modell. Das ist vollkommen absurd und das System hinter den Preisen möchte ich gern mal erkennen.

Frage dich einfach...

"Wieso will ich so ein Juno-60, wenn mein SY77 einfach mehr auf dem Kasten hat?!"

Kann es sein, weil das so ein schweinegeiler Synth ist, der ratzfatz eingestellt ist und immer erste Sahne klingt?
Und andere finden den vielleicht auch gut?, vielleicht sogar viel mehr als es zu kaufen gibt?
 
damit die Preise wieder fallen müsste es zu einem überangebot auf dem Markt kommen..
Momentan kaufe ich eher Rompler.. wobei ich hier auf bischen zu spät dran bin.. die Preise ziehen auch da wieder an..
 
die Händler wohl runter mit den Preisen. (hoffe ich). irgendwann.

Eine schöne Maschine, die ebenfalls einen sehr dicken analogen Klang hat, was ich bis jetzt so mitbekommen habe, ist der Prophet 600. Auch der soll einen guten Apreggiator haben und mit dem GliGli Update nochmal kräftig nachlegen im Sound. Das wäre auch eine Option für mich, also weder JP noch Juno, sondern der. Da gibt es bei YouTube schon einige sehr ähnlich klingende Juno-Sounds aus der Maschine.


Nene der Prophet-600 klingt ganz anders als der Juno-60. Völlig anders. Der Juno ist ne warme kuschlige Wolldecke und der P-600 eine Tagesdecke aus synthestischer Faser. Bisschen kratzig, störrisch und wärmt nicht so gut.

Der Juno wird nicht mehr billiger. Eher das Gegenteil. Gibt zu viele die einen haben wollen und zu wenige Angebote.
 
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es geht ja nicht darum wieviel Synth X aufm Kasten hat oder kann..
solche begehrlichkeiten laufen ja über die emotionale ebene ab.. wasman damit verbindet etc..
 
Natürlich, das ist immer auf emotionaler Ebene. Features interessieren mich Null. Der Klang muss mich berühren und der Synthesizer inspirieren.
Das schafft bei mir der Juno-60 wie kein anderer.

Bei mir, bei anderen kann das wieder ganz anders sein.
 
Manchmal denke ich, es ist die Combi aus Haptik und schnell einen Sound basteln. (ratzfatz, genau!)
Das Auge hört mit, nicht nur das Ohr. Was das angeht ist der Juno ein Klassiker, ungeschlagen.

Angesichts der Preisentwicklung komme ich mit einem JP8000 Kompromiss aber gut weg. Weil ich befürchte, dass auch die JP8000 irgendwann richtig satt anziehen werden in den Preisen.

Inspirationsmäßig ist der Juno schon ein starker Wunsch. Früher konnte ich das nicht verstehen. Jetzt schon.
 
Juno-60 ist Dauergänsehaut, na, vielleicht ja auch nur bei mir :mrgreen:

Ich glaub das Teil ist gerade um 100€ im Preis gestiegen :P
 
JP8000 ist ein Digital Synth von dem auch nicht gerade wenig gebaut worden sind, ergo wird es immer genügend auf dem Markt geben, was gegen übermäßig hohe Preise spricht. Außerdem wird man ein Juno 6/60 noch sehr sehr lange, immer wieder reparieren können, bei dem JP8K bin ich mir da nicht so sicher.
Wäre der JP8000 eine Aktie, würde ich ihn nicht in mein Portfolio nehmen.
 
kommt auch drauf an, wo man schaut. ich bin der Überzeugung, dass das sehr viel ausmacht.
weiters denke ich, dass es, was den Preisanstieg angeht, ja auch irgendwo eine Preisspitze geben muss, über die die Leute nicht drüberrausgehen können, sonst werden sie die ja nicht losbekommen. einen Juno für 3000 € halte ich für unrealistisch. Einen Jupiter 8, ja ok meinetwegen. Aber dann fangen auch an andere Dinge mit reinzuzählen, wie der Funktionsumfang.

Ich verstehe z.B. nicht, wie der Pro One 2500 € kosten kann, während der Prophet 800 1500 € kosten kann.

Übrigens von den Juno-106ern werden noch genügend angeboten, die sind in der Überzahl.
 
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weiters denke ich, dass es, was den Preisanstieg angeht, ja auch irgendwo eine Preisspitze geben muss, über die die Leute nicht drüberrausgehen können, sonst werden sie die ja nicht losbekommen. einen Juno für 3000 € halte ich für unrealistisch.

Es wird keine Preisspitze geben, da sich diese Geräte von dem normalen Markt rausgelöst haben und in die Sammler/ Liebhaberecke gewandert sind. Da zählt nur noch Angebot und Nachfrage, es ist dabei uninteressant was das Teil an Funktionen hat. Ich würde für eine Münze auch keine 10000€ bezahlen, Es gibt aber Leute denen ist es das wert.
 
Das sehe ich etwas anders. Grade bei Synthies, die eben wie schon erwähnt, noch auf lange Zeit reparaturfähig sind, ist der Mangel quasi auch ausgebremst. Und dann wurde ja schon gesagt, dass es da so Zyklen gibt.

Was mir persönlich auffällt: irgendwie scheinen monophone Synthies seit einiger Zeit gepusht zu sein. Man könnte da Mutmaßungen anstellen und Verbindungen sehen, aber ist es nicht irgendwie so? Ist das nur mein Eindruck? Besonders wenn ich mir so Musik in Radio und TV anschaue, habe ich immer irgendwie den Eindruck, dass monophone Sounds seit einiger Zeit stärker genutzt werden bzw. in Musikproduktionen hörbar stärker vertreten sind, vielleicht sind da auch bestimmte Einflüsse die das begünstigen oder steuern (Musikindustrie, Soundevolution/vorgaben). Microbrute, Monologue, SE-02, neue Moog-Desktopauflagen, usw. usf.
 
Der Juno ist ne warme kuschlige Wolldecke und der P-600 eine Tagesdecke aus synthestischer Faser.

Wo man den Juno gut als "warme Wolldecke" hört: Auf dem ersten Herwig Mitteregger-Soloalbum "Kein Mut kein Mädchen". Da wird nur der Juno und kein anderer Synth gespielt.

Völlig anders klingt der Juno auf den Platten von Nils Frahm: eher technoid, aber auch schön.
 
Es wird immer von gehyped, overrated und gepuscht geredet. Was für ein Schnulli.

Es ist immer nur Angebot und Nachfrage, das ist alles. Kein Hexenwerk. Keine Lügenpresse. Auch nicht "Danke Uli". :D

Und es ist auch nicht jeder Vintage Synth teuer. Es gibt einige die sind gut und günstig.
 
wie der Synthesizer selbst. Junos werden gehasst und geliebt. :D Aus unterschiedlichen Gründen. ;-)
 
Das sehe ich etwas anders. Grade bei Synthies, die eben wie schon erwähnt, noch auf lange Zeit reparaturfähig sind, ist der Mangel quasi auch ausgebremst.

Wegen der Reparaturanfälligkeit, da wird im Netz auch viel Mist geschrieben.
Fakt ist, ja es sind alte Geräte, Defekte können auftreten, müssen aber nicht. Viele Ersatzteile sind mittlerweile verfügbar. Ältere Synthesizer sind oft leichter zu reparieren da aus Standartbauteilen aufgebaut. Es gibt sehr robuste Synthesizer (Roland, Moog) und weniger robuste (Korg) und anfällige (Siel, Crumar)

Nur mal so. Soll auch kein Behringer Hate sein.
Ich kenne in meinem Umfeld einige Leute, denen ihr schöner Deepmind schon mehrfach kaputt war. Ich kenne aber nicht einen einzigen, bei dem der Juno-60 jemals etwas hatte. Ich habe selbst zwei JU-60. Da war noch nie was. Und ich mache mir auch überhaupt keine Sorgen.

Der Juno-106 ist etwas anfälliger. Die Fader sind nicht so hochwertig und die Chips machen Probleme. Bei meinem Ju-106 aber bislang auch nicht.
 
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Das sehe ich etwas anders. Grade bei Synthies, die eben wie schon erwähnt, noch auf lange Zeit reparaturfähig sind, ist der Mangel quasi auch ausgebremst. Und dann wurde ja schon gesagt, dass es da so Zyklen gibt.

Was mir persönlich auffällt: irgendwie scheinen monophone Synthies seit einiger Zeit gepusht zu sein. Man könnte da Mutmaßungen anstellen und Verbindungen sehen, aber ist es nicht irgendwie so? Ist das nur mein Eindruck? Besonders wenn ich mir so Musik in Radio und TV anschaue, habe ich immer irgendwie den Eindruck, dass monophone Sounds seit einiger Zeit stärker genutzt werden bzw. in Musikproduktionen hörbar stärker vertreten sind, vielleicht sind da auch bestimmte Einflüsse die das begünstigen oder steuern (Musikindustrie, Soundevolution/vorgaben). Microbrute, Monologue, SE-02, neue Moog-Desktopauflagen, usw. usf.


Die Welt is zu komplex als dass man sowas steuern könnte...Wer solltze das steuern.. wozu ..und warum sollten alle mitmachen?
 
Und es ist auch nicht jeder Vintage Synth teuer. Es gibt einige die sind gut und günstig.

Genau, nur werden sich immer die Teile rausgesucht, auf die andere auch scharf sind und dann wird gemotzt, dass die so teuer sind.
Dann kauft doch ein Alpha-Juno 1/2, der kost nicht die Welt, aber den will man dann nicht, es muss ein Juno-60 sein.
 
ja, für mich käme WENN dann nur der 6 oder 60 in Frage. Tendenziell eher der 60. Also der echte Juno.
Fest steht für mich, dass der Juno gegen den JP8000 gewinnt. :D JP 8000 ist aber auch geil.
Verdammt. :D ich weiß nicht was ich machen solll.
Ach abwarten.

Aber ja, na klar, wenn dann muss es natürlich ein Juno 60 sein. Wieso auch nicht?

Einen Korg Delta hatte ich auch mal. Von dem war ich sehr begeistert. Alleine für sich klang der super. Richtig Endsiebziger-Klang. Aber: er hat letztlich nirgendwo in den Mix mehr richtig reingepasst. Daher der Verkauf und der Umstieg auf den SY77, was ich bis heute nicht bereue.

Ich seh schon, ich red mir den JP8000 bald selbst aus ...

und Behringer - never ever.
 
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Genau, nur werden sich immer die Teile rausgesucht, auf die andere auch scharf sind und dann wird gemotzt, dass die so teuer sind.
Dann kauft doch ein Alpha-Juno 1/2, der kost nicht die Welt, aber den will man dann nicht, es muss ein Juno-60 sein.

Eben. Und der Alpha ist ein super Beispiel für einen guten und günstigen Synthesizer mit dem typischen 80er Weichspülsound. Der sieht halt klein und unscheinbar aus. Klanglich steckt der aber jeden VA in die Tasche.
 


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