ERM Multiclock - Erfahrungsbericht

aBot

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Ja, sorry, multiclock meine ich natürlich.

Mir geht's generell darum, 6-8 Synths aus DAW zu spielen (Midinoten/CC). Gerne per Midi DIN Kabel, aber USB ginge auch. Hauptsache alles bleibt "tight".

D.h. ich würde dann Multiclock in DAW als Midi Interface sehen und kann in etwa Folgendes einstellen?

Synth #1 -> Midiport 1 - Kanal 1
Synth #2 -> Midiport 1 - Kanal 2
Synth #3 -> Midiport 1 - Kanal 3
Synth #4 -> Midiport 1 - Kanal 4
Synth #5 -> Midiport 2 - Kanal 1
Synth #6 -> Midiport 2 - Kanal 2
Synth #7 -> Midiport 3 - Kanal 1
Synth #8 -> Midiport 4 - Kanal 1
Ja, das geht genau so. Die 4 Midi Ports der Multiclock sehen in der DAW aus wie jedes andere Midi-Interface, welches per USB an die DAW angeschlossen ist.
 
Die Multiclock kannst du nur als Midi-Interface benutzen, wenn du sie per USB an den Rechner anschließt. Sonst , wenn du den DIN-Input verwenden willst, brauchst du ja noch ein anderes Midi-Interface und dann hättest du tatsächlich nur 16 Kanäle (die aber für 8 Synth wohl reichen). Per USB müsstest du 4 Ports haben.
Da ich das nie so benutzt habe kann ich dir nichts darüber sagen wie tight das läuft, aber ich gehe davon aus das es gut passen müsste, da im Handbuch dieser Anwendungsfall beschrieben wird.
Ich bin erst in einer Woche wieder im Studio, dann kann ich das über USB mal direkt testen. Aber generell sollte deine Setup-Idee eigentlich gut funktionieren.

Was mir nicht ganz klar ist, warum die externen Synths eine tighte clock brauchen, wenn du sie ja doch aus der DAW raus sequencierst.


Ich selbst benutze die Multiclock als Master für diverse Harwaresynths und nutze die DAW(Ableton Live) als Slave dazu (nur zum aufnehmen) , das ist aber nur semi-tight, was vermutliche her an Ableton Live liegt. So wie ich arbeite ist das aber auch ziemlich egal.
 
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geo909

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Wenn du ein Arpeggio direkt auf dem Synth laufen lässt, dann verstehst du warum auch ein Synthesizer im Slave-Modus eine Clock braucht. Ferner können einige Klangformungsparameter von der Clock abhängig sein.
 
Wenn du ein Arpeggio direkt auf dem Synth laufen lässt, dann verstehst du warum auch ein Synthesizer im Slave-Modus eine Clock braucht. Ferner können einige Klangformungsparameter von der Clock abhängig sein.
ja das wollt ich doch nur wissen ... ein Arp wäre ein guter Kandidat für ne tighte Clock. Für n Lfo oder Delay dürfte die tightness der clock doch nicht so wichtig sein.
 

geo909

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Kostet aber kostbare MIDI-Ressourcen :) Außerdem ist dann nicht möglich, dass du ein Arpeggio spielst aber gleichzeitig die Noten lang drückst. Klingt komisch kann aber nette Effekte hervorrufen wie in meinem letzten Acid-Jam. Das Arpeggio läuft im Synth, die Tonlage bestimmt der Sequencer. Aber der schickt einen Dauerton in der neuen Tonlage des Arpeggios raus, wo eigentlich nur ein kurzer Notenimpuls nötig wäre. Das geht mit einem durch einen Sequencer gebastelten Arpeggio nicht so ohne weiteres, da man ja nicht zwei mal die gleiche Note zur gleichen Zeit spielen kann. Das Ergebnis ist dann ein Arpeggio mit gleichzeitigem Flächensound in gleicher Tonlage bei gleichem Instrument.
 
Moin, ich teste hier gerade die Multiclock und mir ist aufgefallen das der Interne Sequenzer einer TR-909 und auch einer TB-303 nicht wirklich richtig tight sind. Eigentlich dachte ich das Problem mit der Multiclock zu beheben aber das Signal der beiden Geräte ist immer um 1ms-3ms nach vorne oder nach hinten verschoben, auch wenn Sie über die Multiclock getrigert werden. Wahrscheinlich sind die Bauteile der 80er Geräte nicht genau genug oder was sagt Ihr? Wie sieht es denn mit den modernen Sequenzern aus die Ihr mit der Multiclock trigert?
 

Sunwave

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Moin, ich teste hier gerade die Multiclock und mir ist aufgefallen das der Interne Sequenzer einer TR-909 und auch einer TB-303 nicht wirklich richtig tight sind. Eigentlich dachte ich das Problem mit der Multiclock zu beheben aber das Signal der beiden Geräte ist immer um 1ms-3ms nach vorne oder nach hinten verschoben, auch wenn Sie über die Multiclock getrigert werden. Wahrscheinlich sind die Bauteile der 80er Geräte nicht genau genug oder was sagt Ihr? Wie sieht es denn mit den modernen Sequenzern aus die Ihr mit der Multiclock trigert?
Der Pionier mit dem ganzen über Audio generierte Clock für gesyncte Drumcomputer etc. mit moderner DAW ist dieser Australier von Innerclock (SND und ERM haben sein Konzept kopiert, weiterenwickelt und vereinfacht), der hat die Kisten auch alle ausgemessen.
Leider hat er afair wieder ein paar der Geräte gelöscht. Ob 80er oder 10er Jahre spielt auf jeden Fall nicht wirklich eine Rolle.

Der Trick bei Drumcomputer die selber ein bisschen schwanken ist ein paralleles (gleichzeitiges) Aufnehmen aller Kanäle bzw. zumindest derjenigen Sounds welche auf dem selben Step sind. Ansonsten wird sich die Aufnahme (das Layering der Perkussionen) völlig anders anhören als direkt aus der Kiste.


Schlussendlich bedeutet dies nicht jedes Sync-Problem wird mit ERM oder SND gelöst, manchmal muss man seine Arbeitsweise ändern da die Geräte selber Jitter haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider hat er afair wieder ein paar der Geräte gelöscht. Ob 80er oder 10er Jahre spielt auf jeden Fall nicht wirklich eine Rolle.

Der Trick bei Drumcomputer die selber ein bisschen schwanken ist ein paralleles (gleichzeitiges) Aufnehmen aller Kanäle bzw. zumindest derjenigen Sounds welche auf dem selben Step sind. Ansonsten wird sich die Aufnahme (das Layering der Perkussionen) völlig anders anhören als direkt aus der Kiste.
Danke für den Link und den Trick.
 
Ein Beispiel für moderne Sequencer kann ich dir geben.
Bei mir im Setup leistet die Multiclock für die Sequencer von analog rytm, a4, minilogue xd und sub.37 sehr gute Dienste,
auch wenn ableton die masterclock ist.
Das funktioniert aber genau so gut auch ohne die DAW, mit der internen clock der multiclock.
 
Ein Beispiel für moderne Sequencer kann ich dir geben.
Bei mir im Setup leistet die Multiclock für die Sequencer von analog rytm, a4, minilogue xd und sub.37 sehr gute Dienste,
auch wenn ableton die masterclock ist.
Das funktioniert aber genau so gut auch ohne die DAW, mit der internen clock der multiclock.
Danke!
Gemessen oder vom Gefühl / Gehör?
 
Moin, ich teste hier gerade die Multiclock und mir ist aufgefallen das der Interne Sequenzer einer TR-909 und auch einer TB-303 nicht wirklich richtig tight sind. Eigentlich dachte ich das Problem mit der Multiclock zu beheben aber das Signal der beiden Geräte ist immer um 1ms-3ms nach vorne oder nach hinten verschoben, auch wenn Sie über die Multiclock getrigert werden. Wahrscheinlich sind die Bauteile der 80er Geräte nicht genau genug oder was sagt Ihr? Wie sieht es denn mit den modernen Sequenzern aus die Ihr mit der Multiclock trigert?
Du kannst auch noch für jeden der 4 ERM Kanäle einen festen Versatz eingeben. Vielleicht hilft das ja.
 
Du kannst auch noch für jeden der 4 ERM Kanäle einen festen Versatz eingeben. Vielleicht hilft das ja.
Sorry ich hab die Frage schlecht formuliert.
Meine TR-909 ist nicht um einen festen wert nach vorne bzw. hinten verschoben, wenn sie mit der Multiclock angesteuert wird, sondern wackelt in sich.
Also z. B. erste Kick 9ms, zweite Kick +1ms, dritte Kick -2 ms, vierte Kick -3ms, fünfte Kick -1ms, sechste Kick +2 ms usw.
Wie gesagt wir reden hier von 2-4ms, aber mit meiner kindlich unbefangener art bin ich davon ausgegangen das die Kick jetzt immer genau sitzt durch die Multiclock.
 

Sunwave

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Sorry ich hab die Frage schlecht formuliert.
Meine TR-909 ist nicht um einen festen wert nach vorne bzw. hinten verschoben, wenn sie mit der Multiclock angesteuert wird, sondern wackelt in sich.
Also z. B. erste Kick 9ms, zweite Kick +1ms, dritte Kick -2 ms, vierte Kick -3ms, fünfte Kick -1ms, sechste Kick +2 ms usw.
Wie gesagt wir reden hier von 2-4ms, aber mit meiner kindlich unbefangener art bin ich davon ausgegangen das die Kick jetzt immer genau sitzt durch die Multiclock.
Habe mich später im Thread noch gewundert, dein Post hab ich Anfangs also doch so verstanden wie du es gemeint hast.

Ja, die TR-909 jittert (so nennt man das). Aber auch moderne Maschinen machen das.
Was die 909 sehr gut kann sind alle seine eigenen Sounds gleichzeitig abspielen. Das kommt da tighter raus als wenn man bspw. einen externen Sampler via Midi ansteuert (das war in den 90er noch ein Thema).
 
Hallo Leute! Ich habe mir diese Wochenende auch die Multiclock zugelegt und es geschafft meine Drummaschine zu synchronisieren. Das Problem ist allerdings das Clock signal, dass jetzt die ganze Zeit dröhnt. Wie kann ich das Clocksignal muten, ohne dass die Multiclock das Signal verliert? Ich meine, das Clocksignal muss ja in der DAW bei circa 0dB sein.
 
Das Plugin von ERM erzeugt ja ein Clocksignal. Wenn ich play drücke in der DAW, dann aktiviere ich das Plugin, welches das Clocksignal für die Multiclock erstellt. Wenn ich die Spur leise mache oder mute, höre ich das Signal nicht mehr, aber die Synchronisation bricht ab. De Facto höre ich jetzt das Clocksignal des Plugins parallell zu meiner Drummaschine.

Meine DAW Cubase 9.5 Pro

Instrumentenspur erzeugt --> ERM Multiclock Plugin geladen

Instrumentenspur geht auf Line Out 3 --> Line Out 3 geht in den Audio In Multiclock.
 
Zuletzt bearbeitet:

tom f

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Du musst einfach Dein Routing checken.

Natürlich soll das Signal für das Gerät nicht parallel irgendwo in den anderen Audioweg kommen.

Also entweder ist das in dem virtuellen Mixer Deines Audiointerfaces falsch gesetzt oder in Cubase selber.
 
natürlich darfst du die Spur nicht muten. Aber diesen Line Out3 solltest du natürlich nicht im Master-Ausgang hören.
Vermutlich ist das eine Einstellung der Soundkarte oder in Cubase. Cubase kenn ich allerdings nicht, da kann ich nicht helfen.
 
Ich habe mittlerweile das Problem gelöst. Aus irgendeinem Grund kann ich in Cubase die Line-Ausgänge meiner Apollo Twin nicht auswählen, scheinbar ist das eine Einstellungssache in der Software von Universal Audio. Deshalb nehme ich jetzt einfach den linken Monitor-Out und route das Signal in die Multiclock. So klappt es auf jeden Fall auch!

Eine Frage zum routing. Meine Multiclock ist jetzt Master und ich möchte meinen Sequencer (Doepfer Dark Time) mit meinem Synth verbinden. Sowohl der Dark Time als mein Synth haben USB. Kann ich die Multiclock über USB mit meinem PC verbinden und alle 3 Geräte über USB syncen?
 


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