FPAA Synth Paradigm

S

starling

Guest
Moogulator schrieb:


Der Synth nutzt wohl erstmals in nem Kommerzprojekt FPAAs (Field Programable Analog Array),
(die in Echtzeit umkonfiguriert werden können) da ist ein bischen die Frage: gilt das als "echt analog"? ;-)

Aber offenbar gibt es auch FPAAs die nicht auf switched capacitor Technik beruhen...
 
Äusserst interessant, die erstmalige Nutzung von FPAAs in nem Synth, mal hören wies klingt.

Optisch sieht der Synth aus als wäre er von BC Rich :mrgreen: :


Bevels:
 

XCenter

Stimmungsmacher


Analog Monophonic Synthesizer:
3x Voltage Controlled Oscillators with PWM, Oscillator Sync (1->2) and Frequency Modulation
1x Multimode filter, 12db or 24db rolloff, Hi-Pass, Lo-Pass, Band-Pass, and Bandstop
Noise Generator (Pink or White)

Polyphonic Hybrid Synthesizer:
2x Digital Wavetable Oscillators per note
1x Multimode filter per note, 12db or 24db rolloff, Hi-Pass, Lo-Pass, Band-Pass, and Bandstop
Stereo Analog Multimode Filter + Overdrive Amp

http://www.fabuloussilicon.com/blog/2017/01/11/paradigm/
 

Max

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"Paradigm" klingt stark nach "Anadigm", ein Hersteller von FPAA's - vermutlich verbauen sie diese?

Ansonsten bin ich sehr gespannt und hoffe auf ein Modular-System in dem Stil...
 

Max

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Moogulator schrieb:
Den besten Hinweis liefert der Begriff Wavetable.
Hinweis worauf?

In der monophonen Konfiguration scheint er ja auch VCO's zu haben.

Freu mich schon auf das nächste große Konflikt-Thema hier im Forum: "Real-Analog vs FPAA-Analog" ;-)
 
A

Anonymous

Guest
Das grüne Display sieht ja mal richtig retro aus. Das Gehäuse finde ich nicht so pralle. Erinnert mich an einen überdimensionalen Stecker.
 
Max schrieb:
Moogulator schrieb:
Den besten Hinweis liefert der Begriff Wavetable.
Hinweis worauf?

In der monophonen Konfiguration scheint er ja auch VCO's zu haben.

Freu mich schon auf das nächste große Konflikt-Thema hier im Forum: "Real-Analog vs FPAA-Analog" ;-)
ich würde es so formulieren - VA ist tot - es lebe das neue "irgendwie-analog"..
https://www.gearnews.de/fabulous-silico ... r-gestern/
bzw so, die offizielle Version von 2 Menschen https://www.gearnews.de/namm-2017-fabul ... -erfunden/
 

Max

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Moogulator schrieb:
https://www.gearnews.de/fabulous-silicon-paradigm-synthesizer-wechselt-seine-transistoren-per-knopfdruck-va-war-gestern/

[...] denn das Gerät ist prinzipell digital, jedoch auf speziellen FPAA Chips. Die Neuigkeit ist eben jene Circuit-Technologie, mit der man buchstäblich simuliert, wie sich Bauteile verhalten.
Das ist schon "richtig" analog, also es wird nicht simuliert, wie sich Bauteile verhalten. Das sind quasi "programmierbare analoge Schaltungen", bei denen man die Konfiguration/"Verdrahtung" von "echten" analogen Bauteilen verändern kann.
 
S

starling

Guest
Ja, nicht zu verwechseln mit FPGAs die rein digital sind und quasi eine Programm in konfigurierbarer Hardware abbilden.
FPAAs sind innen im Signalweg schon analog.
Bei manchen FPAAs ist halt das Signal und die Bauteile getaktet ähnlich wie in nem analogen Bucket Delay,
deswegen und wegen der Diskussion immer bei SMD Bauteilen hab ich die Frage oben eher scherzhaft gemeint.

Schade daß man nichts hören kann bisher.
 

mnb

-
ein "modular on a chip" koennte sowas mal werden, koennte ich mir vorstellen...
oder sowas wie ein nordmodular in analog. jemand mit ahnung von analoger elektronik koennte
ja mal abschaetzen weleche komplexitaet mit den chips so moeglich waere. auch interessant,
dass sich die knfiguration sehr schnell aendern laesst (jede note mit einem anderen synthesizer,
sollte mindestens moeglich sein)
 

Lauflicht

x0x forever
Cooler Look vom Synthie. Das Fluoreszenz Display weckt Erinnerungen an gute alte Tage! :)

Hat das Elektron Analog Rytm nicht auch FPAA? Die können doch die Schaltungstopologien angeblich umprogrammieren? Ist das was ähnliches?
 

siebenachtel

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starling schrieb:
Der Synth nutzt wohl erstmals in nem Kommerzprojekt FPAAs (Field Programable Analog Array),
ich meine mich zu erinnern das Elektrons A4 oder wie das hiess auch auf FPAAs basiert ? halt ne ältere generation.
oder gibts noch ein zwischen ding zu FPGAs ?
weil FPGAs warens nicht, und "richtig" analog IIRC auch nicht
( ich hatte das mal wo im A4 thread gepostet gehabt nachdem ich über klare aussagen gestolpert war)
 

Lauflicht

x0x forever
Genau, da war doch was. Daher konnte man doch mit einem OS Update beim Rytm plötzlich andere Sounds machen, oder wie war das?
 
Wir hatten das mehrfach thematisiert, bei den Elektronis und auch beim Minilogue.
Bei Elektron ist die Aussage nach FPAAs so "im Sande verlaufen" und beim Minilogue verneint, ein FPGA findet sich wohl bei Elektron der ist aber net analog.
 

mnb

-
dns370 schrieb:
mnb schrieb:
jede note mit einem anderen synthesizer, sollte mindestens moeglich sein
ist das nicht so etwas was Elektron mit SoundLocks macht?
nicht ganz: dort sind es parameter eines (des selben) synths, die zusammen mit der note 'verwaltet' werden. (gabs auch bei jomox, nanoloop, und die motion-sequenzen beim electribe sind ja auch aehnlich)
hier koennte man jede note (oder auch nur teile davon, 0,3 millisekuiden soll die konfiguration der schaltung dauern) von einer komplett anderen architektur spielen lassen.
ja, eine gewsisse aehnlichkeit haette das konzept schon, fiel mir ja auch nur so auf die schnelle als beispiel ein...
 
mnb schrieb:
[...] weleche komplexitaet mit den chips so moeglich waere. [...]
Genau das ist die interessante Frage.
Schade, dass in dem Interview dem so ausgewichen wird.

Bei dem Chip dürfte es sich um den AN231E04 handeln. Ich habe mir das Datenblatt mal angeschaut.

Um erst mal das Phantasiegestammel der Medienmeldungen zurechtzurücken:
Bei FPAAs werden keine Transistoren umverdrahtet, sondern Operationsverstärker als komplette Einheiten, sowie Teile von deren passiver Beschaltung. Bei diesem Chip hier auch Komparatoren, und zusätzlich eine nichtlineare Einheit, ein Art Waveshaper. Das war's. Man kann also nicht "alles" damit bauen, was analog ist. Man kann nur bestimmte analoge Sachen bauen, und darunter sicher einige nur auf unübliche Art. Simuliert wird aber nichts, die Schaltungen sind echt™. :P Allenfalls könnte man das für die Widerstände behaupten, die durch die Switched-Capacitor-Technik ersetzt worden sind. (Letztere halte ich übrigens bei diesen Chips mit bis zu 4MHz Taktfrequenz für angemessen dimensioniert, damit sollte man halbwegs ernsthaft Audio machen können.)

Ich finde den Komplexitätsgrad ziemlich enttäuschend:
Nur 8 Operationsverstärker und 4 Komparatoren. Ich kann mir höchstens einen sehr primitiven monophonen Synth ganz darin unterzubringen vorstellen. Oder ein paar Teile eines komplexeren, z. B. Filter.
Wenn man nun viele FPAAs zusammenschalten würde, wären deren Verbindungen untereinander fest.
Es gibt nur 4 audiogeeignete I/Os, die jeweils entweder als Eingang oder Ausgang programmiert werden. Plus 3 weitere I/Os ohne Anti-Aliasing-Filter, wobei ich aber vermute, dass man die für Verbindungen innerhalb eines Netzwerks mehrerer FPAAs ohne Nachteil verwenden könnte, identische Taktfrequenz vorausgesetzt.
Ich schätze, diese Routing-Ressourcen wären bereits bei 2...4 vernetzten FPAAs für so manche Schaltung zu knapp.
Spannungssteuerung: Gibt es nicht, nur Programmsteuerung. Exponentiator, Multiplizierer oder Ähnliches? Negativ.
Jener Waveshaper: Dürfte kaum als solcher verwendbar sein, ist nämlich anscheinend eine halb-digitale 8-Bit-zu-8-Bit Look-Up-Table. Also höchstens für Ungewöhnliches, vielleicht mal eine Art Segmentkurven-Oszillator oder so?
Das Gefühl wie bei FPGAs, so richtig aus dem Vollen schöpfen zu können, stellt sich bei mir nicht ein.

Fazit: Die FPAAs eignen sich immerhin gut dazu, dass man "Ist ANALOG!!!" hinausposaunen kann. Das ist formal nicht gelogen. Es könnte vielleicht sogar ein Stück billiger werden als mit den Bergen an Diskretbauteilen, die andere brauchen, wer weiß.
Aber die klassischen Schaltungen bekommt man damit nicht. Ich sehe die Mehrvondemselbenaberganzbillig-Leute schon enttäuscht. Dass digitale Oszillatoren in das Gerät hinein sollen, sehe ich als ein Indiz dafür, dass einiges wohl doch nicht mit den FPAAs ging. Und ein Modularsystem, wo ALLES geht, wird es sicher nicht werden.
Dieser Synth dürfte sehr "anders-analog" werden.

Falls sie es denn hinkriegen.
 

Crabman

*****
starling schrieb:
1250,- stimmt wohl doch
 

Crabman

*****
Moogulator schrieb:
Machst du dich über jemanden lustig? Wenn ja, behalt es einfach für dich. Danke.
What?Die Gestik im Video sieht halt lustig aus.Könnte auch Tanz sein.Wo ist das Problem?Steckt darin jetzt irgendeine Wertung über die Person an sich?Wohl kaum.Wenn das jetzt nur ne Retourkutsche war,weil ich mich darüber beschwerte,wenn Threads ZU SEHR Ot gehen (nirgendwo habe ich was gesagt von"garnicht".)dann fair enough.Muss man mich dafür aber trotzdem nicht so von der Seite anpampen.Danke.
 

tichoid

Maschinist
Also ich hatte bei dem Video auch den Gedanken Na der tanzt doch.. nur würde ich nie auf den Gedanken kommen, das zu vertonen aber die Idee hat was ;-) Mein Gedanke war eher so in Richtung '...ach die Amis, alles Schauspieler..'
Peace!

Topic:
Nach den Ausführungen von Jens Groh kann man den Eindruck gewinnen dort will jemand 'analog' bauen und noch mehr Kosten sparen.
Aber gut, erst einmal abwarten, eventuell wird es ja doch der totale Hammer-Synth.
Für die seltsame Form finde ich allerdings keine technische Notwendigkeit (außer es soll vielleicht stapelbar sein : ). Und ziemliche Platzverschwendung, der Minilogue hat mehr Potis auf weniger Fläche. [Ende des Gemeckers]
:peace:
 
Ich vermute die Form möchte das Andersartige betonen.
VA lebte auch von diesem Nimbus des damals "Neuen", es war nur durchschaubarer. Der Unterschied wird nach außen sogar kleiner als jemals zuvor sein angesichts digitaler Gegenentwürfe gut zu prüfen.

Natürlich kann ein Chip etwas billiger machen, so wie Curtis. Es macht Sachen möglich.
Am Ende ist aber eigentlich eins - wie klingt's? Die Technik ist eiiigentlich wurscht™.

Und die Messlatte ist hoch angebracht.
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Fabulous Silicon Paradigm – Synthesizer & Audio Signal Proce

Das Gerät schaut nicht uninteressant aus. Klar, über das Design kann man sich streiten. Bierflaschenöffner hin oder her. Oder eine Krabbe? Na wie auch immer. Schaut schon rockig aus. :katzendarm:
Wurde irgendwo erwähnt, wie viele Stimmen das Teil im polyphonen Modus zu schaffen beabsichtigt? :agent:
 
Optisches und Co ist viel zu wichtig heute. Sound ist wirklich wichtig. Zugriff und Livetauglichkeit, der MInimoog und einige andere sind sicher nicht wegen ihrer Schönheit bekannt geworden.
 


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