Synth-Vergleiche bringen nichts! Digital vs Analog

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Anonymous, 22. Juli 2014.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    machen aber spass und geben viel her für stammtischgespräche - mehr aber auch nicht.

    Einen "Sound" für sich isoliert betrachtet ist eigentlich ein "NIchts" - ein "Sound" kommt erst richtig zur geltung, wenn er eine beziehung zu seiner umgebung eingehen kann. Ein "Sound" ist also in wirklichkeit kein reiner isolierter klang sondern eine "Beziehung" und gestaltet sich erst aus durch seine beziehungen, die er mit "ungleichen Sounds" eingehen kann oder auch nicht.

    (Das ist aber mal wieder typisch westliches denken, das dinge nur in totem zustand analysiert (auch lebendige dinge).
    Wenn "Sound" also beziehungen eingehen kann, ist "Sound" also etwas lebendiges!
    Spannend wir des dann, wenn die beziehungen so innig sind, das das "ergebnis" - mehr ist als die summe seiner einzelteile.

    HIermit lässt sich auch erklären, das digitale sounds das "digitale" verlieren, sobald sie sinnvoll in arrangements eingebaut sind...

    Daher ist für mich die frage "Digital oder Analog" völlig unerheblich - wichtig ist nur, ob das ergebnis (die beziehung) atimmig ist.

    (ein versuch!, ich beziehe mich dabei auf das zeichenmodell von F. Saussure
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    HIermit läßt sich auch erklären, warum man manchmal aufgrund von klangbeispielen/presets bestimmte synth kauft
    und dann dieses preset überhaupt nicht mehr wiederfindet, wenn man die kiste dann schlussendlich vorsich stehen hat.

    und man schon meint, man müßte ihn wieder verkaufen...
    :P
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bei mir hat der reine Soundvergleich eben genau OHNE eine störende Umgebung dazu geführt, dass ich dem Polysynth von Bitwig noch die Diva zur Seite gestellt habe. Der Polysynth klingt für mich echt toll und ist auch wunderbar mit den Comb- und Ladder-Filtermodulen von Bitwig + die unendlichen Modulation- und Layer-Möglichkeiten ein echtes Universalgenie, aber wenn der Sound wirklich einzeln zu hören ist und es doch um extreme Filter-Spielereien geht, dann hat die Diva die Nase vorn für mich, jedenfalls wenn die einzeln gut zu hören ist.

    Rein 100% analog kenne ich nur aus der Soundcloud und Youtube, da habe ich noch keine Wärme, Breite etc. gehört, die ich nicht schon auf der Diva gehört hätte. Nun ist meine Abhöre absolut unter aller Sau und die Kompression wird auch noch eine Rolle spielen, aber so ist nun mal mein IST-Zustand hier und der wird sich nur langsam ändern.

    Vergleichen tut man doch immer und klar verteidigt man auch seine Kaufentscheidung/Lebensweise/Musikmachweise etc. und das alles äußerst subjektiv. Man kann Geschmack, in meinen Augen, auch gar nicht objektiv vergleichen.

    Für das reine Musik machen ist es egal was du benutzt, da gibt es Leute die mit Standard-Presets ihrer DAW die alten Hasen mit ihrem 100% Analog-Gear an die Wand spielen und umgekehrt die alten Säcke mit ihren Holzwürmer-Kisten den 1000-Plugins-gleichzeitig-auf-80-Spuren-Nutzern mit zwei/drei Analog-spuren zum Weinen vor Freude bringen.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mein neuer Standard in Sachen Experimente oder Track Templates für Reaper, a la M für Atari ST:
    4 Spuren, 1,2,3,4, d.h. 4 Vst's oder Hardware.
    6 Patterns, A,B,C,D,E,F.
    Wer sich die M Gui anschaut wird mich verstehen.



    Was ich an dieser Methode mag: Sehr simple Struktur, 4 Spuren damit kann man schon alles machen. Vor allem ich kann diese Struktur mit M für Atari ST nutzen, über Steem. 4 Instrumente, 6 Patterns, damit muss man auskommen, als vorgegebene Limitierung sozusagen.

    Da aber M noch einige interessante Features bietet, vor allem Midi Kanal für Orchestrierung, und je eine Program Change, die man auch interaktiv umschalten kann, kann man die obige Struktur 4 mal nutzen, d.h. je 4 Instanzen der gleichen 4 Synths, so kommt man mit dieser einfachen Struktur auch auf 16 Midi Kanäle.
     

    Anhänge:

    • MDEMO.jpg
      MDEMO.jpg
      Dateigröße:
      113,6 KB
      Aufrufe:
      116
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich mag auch Limitierungen. Mir reicht es aber, wenn ich mir die selbst setze und dafür brauche ich keine alte Hardware. Mir sage ich dann z.B. ich nutze nur diese beiden Plugins, oder nur zwei Spuren mit Mono-Instrumenten oder ich darf nur 4 Pattern oder so nutzen etc. Man kann sich da ja viel ausdenken, um dadurch die Kreativität zu steigern.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja, stimmt, ich nutze M für Atari ST, im Steem Atari ST Emulator, in Windows. Ich sollte mal ein paar Videos dazu machen, ich konnte bislang keine in Youtube entdecken. M gibt es auch für Apfel, eine leicht neuere Variante, dann aber nicht kostenlos. Mir gefällt die Atari ST Variante sowieso besser. Schon ein Wunder wie fortschrittlich M für Atari ST ist, damals schon, fortschrittlicher als die meisten Programme heute. Im Forschrittskaliber sehe da für mich nur, zeitlich:

    M für Atari ST
    Sequetron von Phil Tipping
    Reaper, DAW
     
  7. Moogulator

    Moogulator Admin

    Sequencervergleiche - bringen die auch nichts? Soll ich das Forum schließen? ;-)
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Jedes der obigen Programme ist eine Softwarerevolution für sich.
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Was M für Atari ST und Sequetron gemeinsam haben, beide können als Midi-Performance-Räume angesehen werden, sowas wie Midi Session View für das Arrangementview im Hintergrund, in Reaper, d.h. alle Schritte in M oder Sequetron können im Hintergrund in Reaper aufgenommen werden. M und Sequetron, beide, können als Slave zu Midi-Clock, aus Reaper, laufen.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mein Motto: Solange es geil klingt ist es egal ob analog oder digital!!! :supi:
     

Diese Seite empfehlen