Warum fängt eine Oktave bei C an?

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von Anonymous, 31. Dezember 2015.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Warum fangen eigentlich die Oktaven auf der Klavitur bei C an? Die Notenfolge ist doch A, B, C, D, E, F, G. Gut weil die Deutschen das B falsch abgeschrieben hatten heißt es hier für immer H, aber normal auf der Rest der Welt ist ja die alphabetische Anordnung.
     
  2. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Eine Oktave ist nur ein Intervall, das losgelöst ist von der ersten Taste auf der Klaviatur.

    Ich habe Steinway- und Bösendorfer-Konzertflügel gesehen, deren tiefster Ton ein E oder F war. Der tiefste Ton meines Rhodes 73 ist ein E, die Oktave darüber wieder ein E, darüber wieder ein e, darüber wieder...

    Stephen
     
  3. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Ein normales Klavier fängt bei A an.
     
  4. mink99

    mink99 ..

    Der quintenzirkel beginnt bei "C"
     
  5. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Eine Quinte ist keine Oktave.

    Verwirre den armen Mann jetzt bitte nicht.

    Stephen
     
  6. darkstar679

    darkstar679 |||||

    ich denke, der fragesteller meint, warum die tonleiter nicht auf dem A beginnt, sondern auf dem C.

    ursprünglich begannen die tonleitern auf dem kammerton A. die meisten lieder wurden aber in C-dur geschrieben, der tonparallele zum A-moll.
    darum, weil 90% aller lieder der letzten 1500 in C-dur waren, hat man C als ausgangspunkt gewählt.

    darum gibt es auch die sogenannten skalen (heute modes genannt). man konnte tonlagen von C ausgehend versetzen, um sich an verschiedene instrumente oder gesangslagen anzupassen. dabei haben sich aber die halbtonschritte in der skala verschoben, was dann zu interessanten musikstilen führt.

    erst seit 400 jahren gibt es versetzungszeichen "#" oder "b", welche das transponieren in andere tonlagen ermöglicht, unter beibehaltung der üblichen halbtonschritt positionen.
     
  7. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Eine C-Tonleiter beginnt beim C, eine A-Tonleiter beginnt beim A, eine F#-Tonleiter beginnt beim F#.

    Stephen
     
  8. darkstar679

    darkstar679 |||||

    wie gesagt, früher gab es keine tonleitern auf F#.
    es gab nur skalen von C.
     
  9. mink99

    mink99 ..

    Sorry ...
     
  10. Das stimmt so nicht ganz . Es gab die Kirchentonleitern :
    C-Ionisch, D-dorisch, E -Phrygisch,usw...
    Davor war der Grossteil pentatonisch .

    Jedenfalls bedeutet Oktave nichts anderes wie : 12 Halbtonschritte vom Grundton aus gesehen .... der Grundton kann in dem Fall jeder Ton sein . (C-Cis-D-Dis -E...usw.)
    Die Oktave ist übrigens ein reiner Intervall. Aus dem Grund trifft das mit den 12 Halbtonschritten genau zu.
    Eine Terz kann zum Beispiel klein oder gross sein. Aus der kleinen Terz schichtet man dann einen Moll-Akkord , aus der grossen einen Dur-Akkord.

    Liebe Grüsse
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    och es gibt auch Tonleitern ohne Oktave ;-)
    da werden aber die wenigsten mit Erfahrung haben :kaffee:
     
  12. Prüfung Musiktheorie
    "Was ist die Subdominante von F-Dur?" "Wieso, F-Dur ist doch die Subdominante?"
     
  13. Wenn man ab A die weißen Tasten spielt, spielt man eine Moll-Tonleiter.
    Wenn man ab C die weißen Tasten spielt, spielt man eine Dur-Tonleiter.

    Als man eine Oktave mit A begonnen hat, ist man von einer Moll-Tonleiter ausgegangen.
    Und dann hat jemand entschieden, dass man eine Oktave lieber im parallelen C-Dur beginnen soll.

    Ist so ähnlich wie mit Sprachen. Da gibt's welche, wo von rechts nach links geschrieben wird. Der Erfinder war Linkshänder. Wenn man unsere westlichen Melodien von rechts nach links spielt, klingt oft orientalisch. So ist auch orientalische Musik entstanden. Jemand hat westliche Musik fälschlicherweise von rechts nach links gespielt.
     
  14. Horn

    Horn ||||||||

  15. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    :waaas: Du willst uns veräppeln, oder?
     
  16. kennst du ägyptische musik? unsere musik rückwärts abgespielt kann dieser sehr ähneln. habe ich durch zufall entdeckt. vielleicht war es auch umgekehrt. ägyptische musik rückwärts gespielt ergab so melodien im style von mozart.
     
  17. Horn

    Horn ||||||||

    Mal im Ernst. Eine Oktave ist der Abstand zwischen einem Ton mit der Frequenz x und dem Ton mit der doppelten Frequenz (2x) bzw. dem Ton mit der halben Frequenz (x/2). Oder mathematisch ausgedrückt: Man stelle sich eine schwingende Gitarrensaite vor. Der Ton, den man erhält, wenn man diese Saite genau in der Mitte abgreift, ist genau eine Oktave höher als die frei schwingende leere Saite. Eine Oktave lässt sich also mit dem Teilungsverhältnis 1/2 einer Saite beschreiben (die Quinte mit 1/3, die Quarte mit 1/4 usw.).

    Die Benennung der Töne und ihre Anordnung auf der Klaviatur hat damit zunächst einmal gar nichts zu tun.

    In der europäischen Musikkultur hat sich die Verwendung diatonischer Tonleitern sehr früh entwickelt. Die Tonhöhenverhältnisse wurden von Pythagoras beschrieben und die "Kirchentonarten" schon lange verwendet, bevor es christliche Kirchen gab.
     
  18. Anonymous

    Anonymous Guest

    Danke und keine Sorge mit Quinte, kleiner Terz, großer Terz, Umkehrungen, Tonika, Dominante, Subdominante, Progressionen usw. werde ich nicht verwirrt. Auch wenn ich Software only präferiere, so habe ich auch Interesse an einen kleinen Teil der Harmonielehre.
     
  19. Rastkovic

    Rastkovic PUNiSHER

    Wieso sollte er? ;-)

    Hatte vor einiger Zeit schon mal gelesen das die melodische Moll Tonleiter gerne für aufwärts und die natürliche Moll Tonleiter für abwärts genommen wird....
     
  20. Könnte auch damit zusammenhängen. Bin nicht so stark in der Musiktheorie, insb. nicht weltübergreifend. Aber ich frage mich außerdem auch, wie in den Ländern mit der rechts-nach-links-Schrift Musik mit Texten notiert wird. Noten werden von links nach rechts geschrieben und Worte untendrunter von rechts nach links? Silbentrennung wohl schlecht möglich. :roll: Hat mit der ursprünglichen Frage allerdings jetzt wenig zu tun, außer dass Intervalle und Tonleiter, wenn man von der Tastatur ausgeht, natürlich auch nicht nur von links nach rechts, sondern auch von rechts nach links gespielt werden. Musiktheorie in ihrer Gesamtheit ist ziemlich komplex. A-Moll vs. C-Dur gehört noch zu den einfachsten Basics, zumindest in der Theorie. In der praktischen Anwendung solche Zusammenhänge erkennen und nutzen ist nochmal eine weitere Ebene. :cool:
     
  21. Also wenn vielleicht eher Notation gemeint war. Dann ist dem korrekt Oktavräume fangen bei C an. Warum? K.A. könnte mit dem "Schloss-C" / (mittleren) c' zu tun haben also die Mitte der heut gebräuchlichen Notenschlüssel.

    Wegen Klassik und rückwärts, es gibt das ein oder andere Stück, das sich nicht unterscheidet ob man es vor- oder rückwärts spielt. Ansonsten wird man damit eine andere Bewegung bzw. Reihenfolge bekommen, allerdings noch keine orientalische Musik. Bei der Viertelnoten Abstände schon bischen länger nicht nur bekannt sondern "dazu" gehören. Achja u.a. in der Türkei dengelt man sich auch mictrontonale Gitarren mit Fred. Piano mit Viertelnoten Abständen habe ich noch nicht gesehen - wobei irgendeiner wird wohl sowas schon gebastelt haben!? :kaffee:


    Gruss
    Otto
     
  22. Das stimmt so generell nicht. Ohne Hilfslinien beginnt Violinschlüssel mit D und endet mit G (Violinschlüssel = G-Schlüssel). Bassschlüssel beginnt ohne Hilfslinien mit F und endet mit B (Bassschlüssel = F-Schlüssel). Wenn man allerdings einen Ausschnitt von 6 Oktaven nimmt, dann kann man mit beiden Schlüsseln und jeweils maximal 5 Hilfslinien von C bis C abbilden:

    http://michael-burman.de/music/Noten_040929_MB.pdf
     
  23. Doch das stimmt. Aber bitte die Aussagen nicht vermischen.

    1.) welche Note liegt den zwischen B & D? Selbst wenn Du meinst*, das wäre nicht das c', ändert das nichts daran, das
    2.) Oktavräume** mit C anfangen

    :mrgreen:

    * Also wenn wir Notation als schriftlichen bzw. zeichnerischen Ansatz verfolgen, dann ist c' die Mitte zwischen Violin- und Bassschlüssel.
    ** Oktavräume = z.B. Kontra Oktave, grosse Oktave etc. - ist doch schön und auch nicht nötig das diese nochmal unterteilt bzw. einem anderen Ton zugrodnet werden bzw. anderen Startpunkt haben.


    Gruss
    Otto
     
  24. maffyn

    maffyn .

    ich erhelle mal: alle gesungenen und gespielten tonmaterialdingnes sind notationsmäßig (!) vom schlüssel abhängig: f-schlüssel, g-schlüssel usw... da war C nix bedeutendes.
    ensembles hatten oft ihren eigenen "ton" (und auch stimmung): bläsersätze (also die instrumente) in b oder f oder g oder was auch immer. chorton, kammerton, usw.

    ABER: bei den tasteninstrumenten (die klaviaturen gehen dabei auch oft vom F aus) gibt es die ORGEL... und hier war und wid die registertonhöhe nach der länge der größten C pfeiffe des registers bestimmt. c 8" war 2,38m lang (also 8 fuss), usw.

    diese regel war dann mit sicherheit auch der auslöser für die oktavzählung etc.
     
  25. Deshalb heißt es auch "Middle C". ;-) Aber damit beginnt die Notation nicht. :cool:
     
  26. Anonymous

    Anonymous Guest

    da wir deutsch sprechen liegt bei mir zwischen B & D immer noch H und C und Cis ;-) :mrgreen:
     
  27. Das mit dem mittleren c ist mir bekannt - schrieb ich ja oben schon.. das die Notation da anfängt nicht! ;-)

    edit: @qrx: So gesehen schon, ja. ;-)
    Bin da eher für international vor allem da es sich um einen Fehler handelt, denn man nicht rumschleppen muss.

    Gruss
    Otto
     
  28. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    da es ja auch nicht überall c, d, e etc.. hesisst, sondern z.b. auch mal do, re mi. fa, sol etc... würde ich dem buchstaben keine besondere bedeutung geben

    es geht ja nicht darum wie etwas heisst sondern darum dass man die tonhöhen identifizieren kann - insofern macht auch fahrad dur und hemd moll sinn - wenn man das so nennen will
     
  29. Dass eine Oktave bei C beginnen soll, ist genau so ein Fehler. So geht die Oktave richtig:

    A B C D E F G

    :P
     
  30. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bach wäre nicht begeistert, B - A - C - H funktioniert dann nicht mehr :floet:
    meine Tastatur hat auch ein ä, ein ü und ein ö, die lasse ich mir ebensowenig wegnehmen wie das H
    bb ist doch totaler Unsinn :floet:
    dont mess with musikgeschichte :school: lol

    auf do - re - mi - fa so la ti do würd ich mich ja einlassen, blöd nur daß dann niemand weiß wie die schwarzen tasten heißen, ich musste auch gerade nachschlagen :lol: