Behringer System 100 / Roland 100m Clone

serge
serge
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Beim m Roland System 500 war das Delay auch nicht gelungen... fiepen bei langen Delay zeiten...
Das ist meines Wissens ein üblicher Nebeneffekt, wenn man bei analogen Eimerketten-Delays die Verzögerungszeit über Gebühr verlängert: Dann kommt die Clock, mit der das Signal von einem "Eimer" zum nächsten "Eimer" weitergereicht wird, allmählich in den hörbaren Bereich. Das kann man mit Filtern verringern, aber den Aufwand treibt nicht jeder.

In Grenzen kann man das sogar tonal nutzen machen, wenn man z.B. die Delay-Zeit mit einem Step Sequencer steuert.

Für mich gehört dieser Nebeneffekt zum Charme eines analogen Delays.
 
haesslich
haesslich
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Das ist meines Wissens ein üblicher Nebeneffekt, wenn man bei analogen Eimerketten-Delays die Verzögerungszeit über Gebühr verlängert: Dann kommt die Clock, mit der das Signal von einem "Eimer" zum nächsten "Eimer" weitergereicht wird, allmählich in den hörbaren Bereich. Das kann man mit Filtern verringern, aber den Aufwand treibt nicht jeder.

In Grenzen kann man das sogar tonal nutzen machen, wenn man z.B. die Delay-Zeit mit einem Step Sequencer steuert.

Für mich gehört dieser Nebeneffekt zum Charme eines analogen Delays.

Ergänzung:
Das kann auch Aliasing sein, denn Eimerketten sind ja Zeitdiskrete Bausteine, und deswegen können die Aliasing produzieren.
Wenn es Aliasing ist, und nicht die Clock, ändert sich das fiepen mit dem Eingangssignal und man bekommt es weg, indem man das Eingangssignal (!) filtert. (Halbe clock-Frequenz, Shannon und so, wir erinnern uns.)

Ist es die clock, ist das fiepen vom Eingangssignal unabhängig und man muss es am Ausgangssignal filtern.
 
serge
serge
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Ergänzung:
Das kann auch Aliasing sein, denn Eimerketten sind ja Zeitdiskrete Bausteine, und deswegen können die Aliasing produzieren.
Wenn es Aliasing ist, und nicht die Clock, ändert sich das fiepen mit dem Eingangssignal und man bekommt es weg, indem man das Eingangssignal (!) filtert. (Halbe clock-Frequenz, Shannon und so, wir erinnern uns.)

Ist es die clock, ist das fiepen vom Eingangssignal unabhängig und man muss es am Ausgangssignal filtern.
Danke für den Hinweis – bei meinem luxoriösen Gedächtnismann von den elektrischen Harmonischen ist das Fiepen meiner Erinnerung nach unabhängig vom Eingangssignal.
 
maiberger
maiberger
....
Blöde Frage zum 172: Bekommt man damit überhaupt „Delays“ hin? Ich bekomme damit immer nur Chorus & Flanger hin, aber eben nie Delays...
 
kinokoma
kinokoma
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Mal eine Frage. Ich überlege, mir ein System 100 zusammenzustellen (hatte bisher nichts modulares). Nun ist es ja so, dass man, um 2 VCOs anzusteuern, das CV-Signal möglichst aktiv splitten sollte. Das zum System 100 gehörige Multiple ist aber passiv. Bedeutet das, dass ich die VCOs auf jeden Fall erstmal kalibrieren muss (und dann auch immer, wenn ich mal nur einen ansteuern will)?
 
Plasmatron
Plasmatron
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Mal eine Frage. Ich überlege, mir ein System 100 zusammenzustellen (hatte bisher nichts modulares). Nun ist es ja so, dass man, um 2 VCOs anzusteuern, das CV-Signal möglichst aktiv splitten sollte. Das zum System 100 gehörige Multiple ist aber passiv. Bedeutet das, dass ich die VCOs auf jeden Fall erstmal kalibrieren muss (und dann auch immer, wenn ich mal nur einen ansteuern will)?

ich würde mich einfach nicht künstlich auf das System beschränken , zumal es ja nicht das Original ist... Und „umkalibrieren“ würde ich komplett nicht wollen, was ist, wenn du das System mal anders patchen möchtest, dafür ist es ja da .. Aktiver Multiple und gut ist, braucht man sowieso immer wieder für alles mögliche

nur mM..
 
MacroDX
MacroDX
Hat ein Bild mit Robotern wo aufm Mond rumlaufen
das CV-Signal möglichst aktiv splitten sollte
Ich bin bei sowas schon immer nach dem Prinzip ertsmal-gucken-obs-geht gegangen. Je nachdem wie Queele und Ziel zusammenpassen kann sich das hörbar negativ auswirken oder auch nicht. Zum Beispiel hier meine ich zu sehen, dass der Sequencer Out aufs Multiple geht und die Steuerspannung verteilt. Schräg klingen tut das nicht meine ich .
https://www.youtube.com/watch?v=PgmhmvIZ8qk
 
Plasmatron
Plasmatron
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Ja wenns geht ist ja gut ... Nur umkalibrieren ist der falsche Ansatz
 
kinokoma
kinokoma
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Geht leider nicht, siehe hier ab 16:00:


https://www.youtube.com/watch?v=_-o1zaZRSps

Er findet aber raus, dass es klappt, wenn er das CV-Signal vorher durch das 297-Modul (aktiver Mixer) schleift. Würde mich interessieren, ob das auch mit dem Buffered Switch im 173er Modul geht.

Darüber hinaus verwendet er ja das LC1-Case, das von Doepfer gar nicht für die Verwendungs mit VCOs empfohlen wird. Das scheint aber zu klappen.
 
MacroDX
MacroDX
Hat ein Bild mit Robotern wo aufm Mond rumlaufen
Geht leider nicht, siehe hier ab 16:00:
Okay, kann sein, müsste das mit Meinem nochmal prüfen. Evtl. spielen bei dem Kollegen aber hier auch zwei Faktoren mit rein. Zum Einen gibt er die CV auf zwei unterschiedliche Module. Wenn die eine unterschiedliche EIngangsimpedanz aufweisen kann sich das schon bemerkbar machen. Zum Anderen mag da tatsächlich auch die verwendete PSU beitragen, die bei gleich zwei solcher nicht empfohlener Module evtl. doch etwas einknickt. Das ist aber reine Spekulation.
 
kinokoma
kinokoma
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Oder am verwendeten MIDI-CV-Modul von Erica, wie in den Kommentaren unter dem Video zu lesen ist. Jemand hat es mit einem Keystep und zwei 110er ausprobiert, da gings wohl.
 
C0r€
C0r€
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Wieder ein Youtuber ohne Elektrotechnik Kentnisse, der versucht etwas zu erklären, was er nicht versteht. Naja, zumindest gibt er zu, dass er es nicht versteht und kommt sympathisch rüber. Nur die Thematisierung geht dadurch möglicherweise in die falsche Richtung.

Wenn der Ausgang vom MIDI CV hochohmig ist im Vergleich zu den Eingängen (was er nicht sein sollte!), dann bricht das Signal ein. Also der Ausgang vom MIDI CV sollte eine deutlich niedriger Impedanz haben als die Eingänge. Einfach mal ein anders Modul dazwischenstecken, um zu schauen ob die Ausgangsimpedanz ungewöhnlich hoch ist. Bei DACs vom MIDI CV kann das gerne mal sein, wenn da am Buffer am Ausgang gespart wurde. Wenn man die Eingänge dann parallel an den Ausgang hängt ist das eine Parallelschaltung, die "Last" für den MIDI CV Ausgang wird dann niederohmiger bzw. "mehr Last", die Spannung direkt am Bufferausgang knickt ein, das kann man sich z.B. mit einem Multimeter anschauen. Das wäre jedoch schon komisch, weil dieses Verteilen per Multiple am MIDI CV Ausgang nicht selten gemacht wird. Dann wäre es eher ein MIDI CV Modulproblem.

Wenn man da einfach ein aktives multiple dazwischensteckt wäre das Problem vom Tisch, da steckt ein Buffer in jedem Ausgang vom Multiple, der verhindert, dass das Signal einsackt. Ein gutes aktives Multiple hat wenig offset (und niedrige Ausgangsimpedanz), da muss man nichts mehr nachjustieren.
Ggf. reicht auch ein einziger Buffer, z.B. ein aktiver Mixer, mit eben recht niederimpedanten (niederohmigen) Ausgang.

Da sind ja noch Potis in den Eingängen, der Eingangswiderstand ist dann vermutlich von dieser Potistellung abhängig, wenn die Schaltung passiv ist (Signal läuft durch Potis) --> kompensieren durch Spannungserhöhung wird dann noch kniffliger, da Potistellung Einfluss hat.

Dieses Signalverteiler Impedanzthema ist doch ein uraltes Thema im Studiobereich, Sprichwort "Splitter" bzw. aktive Spitter, Verteiler, Aufholverstärker usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Crabman
Crabman
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ach verdammt,hab jetzt einfach Bock drauf bekommen mir ein kleines S100 mal zusammen zu stellen und fühlte mich grad ganz gut mit dem Gedanken...aber natürlich kommen sie direkt wieder,die Steine.Ich täte 6 Module auch gern in 2 von den LC1 stopfen aber für VCOs nicht gut...?

Aber schlimmer noch:das wichtigste natürlich vergessen.Multiples :selfhammer: Und am besten ja aktiv wenn ich nicht in der Welt des Schmerzes landen möchte bei 3 VCOs...

Bin echt zu lange raus aus dem Thema.Schade,das passt jetzt vorne und hinten nicht mehr und turned mich gleich wieder etwas ab...

Bildschirmfoto 2021-06-15 um 23.10.43.png
 
VEB-Soundengine
VEB-Soundengine
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Einfach das case x 2. Dann kann noch der Sequencer rein und noch mal ein Filter und nochmal LFOs und VCOs. Think big !
 
serge
serge
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ach verdammt,hab jetzt einfach Bock drauf bekommen mir ein kleines S100 mal zusammen zu stellen und fühlte mich grad ganz gut mit dem Gedanken (…) Schade,das passt jetzt vorne und hinten nicht mehr und turned mich gleich wieder etwas ab...
Alles gut: Sieh es als Wink des Schicksals, von dem Krempel die Finger zu lassen.
 
kinokoma
kinokoma
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ach verdammt,hab jetzt einfach Bock drauf bekommen mir ein kleines S100 mal zusammen zu stellen und fühlte mich grad ganz gut mit dem Gedanken...aber natürlich kommen sie direkt wieder,die Steine.Ich täte 6 Module auch gern in 2 von den LC1 stopfen aber für VCOs nicht gut...?

Aber schlimmer noch:das wichtigste natürlich vergessen.Multiples :selfhammer: Und am besten ja aktiv wenn ich nicht in der Welt des Schmerzes landen möchte bei 3 VCOs...

Bin echt zu lange raus aus dem Thema.Schade,das passt jetzt vorne und hinten nicht mehr und turned mich gleich wieder etwas ab...

Ich habe ein LC1 Case mit 2x 110 und 1x 140. Die neue Version des LC1 hat eine stabilisierte Spannungsversorgung und ist somit auch für VCOs geeignet. Da der Preis überall erhöht wurde, verkaufen wohl alle mittlerweile die neue Version. Ich betreibe die beiden VCOs mit einem Stackcable, also passivem Splitter, und das funktioniert einwandfrei (mit CV von der Grandmother oder vom MS-1).
 
RustyChuan
RustyChuan
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Nun ist mein System komplett. Nach langen hin und her hab ich mich doch für den 24hp Mixer entschiede.

bis auf 4hp (LFO kommt wieder raus) ist das „Rackbrute 100m“ voll…. Da werde ich wohl noch nen Disting MK4 einbauen.

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weasel
weasel
🤷‍♂️
bis auf 4hp (LFO kommt wieder raus) ist das „Rackbrute 100m“ voll…. Da werde ich wohl noch nen Disting MK4 einbauen.
ich halte es da ja prinzipell eher mit @serge 's rat weiter oben, aber bei 4 freien HP fuehrt imho IMMER wenig an einem happy nerding fx aid vorbei. einzige legale alternative waere der juno chorus von feedback modules.
 
Crabman
Crabman
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Ich finde den"Krempel" meines neuen Systems so gut,dass ich überlege ob ich das Doepfer 6v Case nicht doch noch gegen das 9v tausche und noch ne Reihe drauf klatsche.Call me stupid,mir egal ;-)

Es klingt gut und die (äussere )Verarbeitung gibt keinerlei Anlass zur Kritik.Mit Innenleben kenne ich mich nicht so gut aus aber auch da scheint alles ok.Ein paar Wertebereiche sind vielleicht ein bischen komisch skaliert (Resonanz und die Minimalbereiche der Hüllkurve) aber das stört mich nicht weiter.Einen VCO musste ich allerdings erst kalibrieren,da stimmte die Oktavspreizung nicht.Das die VCA nur AC gekuppelt sind ist nicht ideal (aber original), da habe ich aber "nachgeholfen".Stimmstabilität ist gut (VCOs sind die Revisionen).Der Phaser klingt gut,das"Delay" betrachte ich nur als Zugabe.Mit nem Feedback Loop kriegt man da aber einen brauchbaren Flanger raus.Das Rechteck klingt "Roland" typisch toll,genauso die PWM.

Weiss nicht warum man da so gegen hämmert,angesichts des Preises ist das völlig ok.Und es klingt definitiv nach Roland.100% wie das Original?Wen juckt das,die klingen auch nicht mehr alle gleich :)

Die Lücken füllenden 2hp Module sind: dual vca,EG,switch und buff
 

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Crabman
Crabman
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oops,i did it (again).Schaffe schaffe Häusle baue :sploink:

2 neu entstandene,hässliche Lücken (geht ja garnicht) wurden bzw. werden mit 2hp Quantizer und verb aufgefüllt. (und mein aus Pappe gebastelter Kabelhänger macht mich stolz ,hat alle Zähne voll zu tun :kiffa: )


Fun Fact zu Hans Megaton 100m:

The Biggest 100m in the world (probably)

Hans Zimmer probably has the biggest 100m system in the world and from photos I counted 130 modules in a custom wall-mounted setup in his studio in LA. I had a conversation with composer and producer Jeff Rona and it turns out that he was involved in that story. He had been an employee of Roland a few years prior.

The recollection is duplicated here with permission:

„A little after I left Roland I was at a theater performance here in LA. The play was about a man in the near future with a robotic companion. The theater wanted to make the man’s flat look slightly futuristic and it was stuffed with a wall of 100m modules. Interesting choice of home decor. I figured it was because the president of Roland US, Thomas Beckman, was on the board of the theater group and must have loaned them out. I called Tom (my boss of 4 years) and asked about the modules. He asked if I wanted them, and I said ‘of course.’ He said he’d sell them to me at $100 each IF I BOUGHT EVERY LAST ONE - these were the last modules in the US. There were at least a couple hundred.


So I made a deal with Hans Zimmer for us to go in on them together. I built a medium sized rig, and he built a much larger one. But that’s where his system came from.

I remember I went to the Roland US warehouse and just loaded all the boxes up - they'd all been thrown together into several large boxes. They were so glad to be rid of them. „
 

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