Um dem Thread wieder ein bisschen Leben einzuhauchen: Als totaler Anfänger bin ich gerade in der Findungsphase und habe bisher Studio One, Live, Cakewalk und Reaper angetestet. Vorgestern habe ich Bitwig Studio installiert. Cubase habe ich auf grund des USB-eLicensers komplett ignoriert / boykottiert. Schade eigentlich.
Ich will (zumindest momentan) die DAW hauptsächlich für elektronische Musik nutzen und später ggf. analoge Synthesizer einspielen. Wenn Geld da ist auch noch eine Drum Machine und anderer Schnickschnack. Ansonsten vielleicht mal die Bassgitarre anstecken und bisschen rumzupfen. Aber all das kann sich ja ändern und in 5 oder 15 Jahren ganz anders aussehen. Vor allem aber will ich überhaupt lernen, wie man in einer DAW Klänge erzeugt, arrangiert, mixt, usw.
Am meisten ist mir (aus meiner Laiensicht heraus) aufgefallen, dass eigentlich alle Programme mittlerweile so viel Tiefe haben, dass man mit jedem zum Ziel kommen kann. Hier (und woanders) wird oft über den unterschiedlichen Workflow gesprochen. Ich bin jedoch der Meinung, dass man das erst bewerten kann, wenn man einerseits schon lange Musik produziert und andererseits dann auch alle Programme ausgiebig getestet hat.
Persönlich will ich mich jetzt nicht noch weiter monatelang mit jeder einzelnen Software beschäftigen und mich überall einarbeiten, wenn ich die meisten dann später eh nicht nutze. Nun will ich mich also in den nächsten Tagen entscheiden und auf eine DAW festlegen und da kommt das zum Tragen was
@Martin Kraken schrieb. Tendenziell gefällt mir Bitwig und Studio One bisher am besten. Die Tatsache jedoch, dass im Internet fast überall von und über
Ableton Live (Platzhirsch) geschrieben wird, wiegt schwer. Zumindest im Bereich der elektronischen Musik. Wenn man nach Tutorials für Einsteiger sucht, werden diese oft von Ableton Nutzern bedient. Bei fast jeder Hardware liegt eine Lizenz für Live Lite bei (selbst wenn sie nicht genutzt wird). Auch der Austausch untereinander ist ein Punkt. In meinem Bekanntenkreis beschäftigen sich zwei Personen mit Musikproduktion, beide nutzen Live. Wie sich Ableton auf dem Markt positioniert hat ist eine unglaublich starke Form / Leistung von Marketing und spricht ja auch für die Software.
Steinberg hat durch seine für den Softwarebereich extrem konservative Haltung aus meiner Sicht massiv Marktanteile verschenkt. Als ich jugendlich war hatte fast jeder eine Kopie von Cubase auf dem PC. Das war damals der Platzhirsch und wurde via Mundpropaganda (wie heute Ableton) groß und populär. Ich schätze dass die Leute, die die DAW dann später noch intensiv genutzt haben, irgendwann auch eine Lizenz erworben haben oder hätten (spätestens wenn Geld verdient wurde). Dass man selbst in 2021 noch einen Dongle braucht um Cubase zu testen, ist wahrscheinlich mit der Hauptgrund dafür, dass gefühlt nur noch "Senioren" die Software nutzen. Ja ich weiß dass nächstes Jahr ein neues Lizenzierungssystem kommt. Zu spät. Mich hat es jedenfalls abgeschreckt, was schade ist, weil es eigentlich noch immer der DAW Gigant ist.
Genug gelabert und eine wall of text fabriziert. Was ich eigentlich sagen will: Ich kann die Umfrage nicht beantworten. Ich kann mich als Einsteiger ja noch nichtmal für eine DAW entscheiden.