Elektronische Musik von heute langweilt

geo909

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Ach ja, was mich etwas verwundert.
Die große Mehrzahl der hier Anwesenden im Forum produziert elektronische Instrumentalmusik.
Richtig?
Bei den ganzen Umfragen nach "Lieblingsalben" oder "Was hört ihr gerade?" werden aber fast immer
nur Künstler genannt, wo auch gesungen wird.

Da stimmt doch was nicht.
Selektive Wahrnehmung :) - die überwiegende Anzahl von Tracks die ich hier zumindest verlinke sind 'stumm' und reine Instrumentalstücke. Für House ist aber eine Stimme mehr oder weniger essenziell. Und in den 80ern wurde halt noch viel gesungen - durch die Bank weg durch fast alle Genres.
 

Bernie

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Selektive Wahrnehmung :) - die überwiegende Anzahl von Tracks die ich hier zumindest verlinke sind 'stumm' und reine Instrumentalstücke. Für House ist aber eine Stimme mehr oder weniger essenziell. Und in den 80ern wurde halt noch viel gesungen - durch die Bank weg durch fast alle Genres.
Okay, House ist jetzt auch nicht die Musikrichtung für Vocalisten.
 

GlobalZone

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Schon,
Ach ja, was mich etwas verwundert.
Die große Mehrzahl der hier Anwesenden im Forum produziert elektronische Instrumentalmusik.
Richtig?
Bei den ganzen Umfragen nach "Lieblingsalben" oder "Was hört ihr gerade?" werden aber fast immer
nur Künstler genannt, wo auch gesungen wird.

Da stimmt doch was nicht.
Sehe ich genauso. Als Folge müsse man sich eingestehen, dass man Musik macht,
die eben nicht so toll ist. Ok, spiele noch Gitarre in einer kleinen Band. Das macht die Musik die ich mache aber nicht besser *hust*

Unter meinen Top Alben oder Künstlern finden sich keine die elektronische Instrumentalmusik machen.
 

Sticki201

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Bloß weil ich etwas langweilig finde heißt es nicht das es langweilig ist. ;-)
Ansonsten.... Für mich zählt bei elektronischer Musik kein einzelner Track. Ich mag lange dj Mixe und live Acts wo eine Geschichte erzählt wird. Spannungs Bogen.. Aufbau/Abbau....Berg und Tal Fahrten. Träumerei. Da genießt man den Synthesizer Sound und so Ansich. Egal ob House oder Ambient. Und davon findet man heute mehr wie genug. Da ist nix langweilig! Überhaupt nix! Alt wie auch neueres.
 

geo909

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Für mich zählt bei elektronischer Musik kein einzelner Track. Ich mag lange dj Mixe und live Acts wo eine Geschichte erzählt wird. Spannungs Bogen.. Aufbau/Abbau....Berg und Tal Fahrten.
Gibt es aber auch alles in Trackform. Nur laufen die dann nicht 5 Minuten sondern 15-20 Minuten. Mich fragte letztes Jahr auf einer Exkursion ein junger Student, warum elektronische Musik eigentlich immer so lang ist, also im Sinne von Trackdauer und langsamen programmatischem Aufbau. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass das ein Wesensmerkmal elektronischer Musik ist. Zum ersten mal seit Jahrzehnten konnte das Refrain-Strophe-Konzept nachhaltig aufgebrochen werden. Das schafft den Raum für entsprechende Klangkollagen die eben Zeit benötigen. Hier steht das Wesen der Musik im Vordergrund und weniger die kurzweilige Unterhaltung vorbeihaschender Zuhörer. Das war so ein typischer neumodischer Spotify-User (ich selbst hab kein Spotify). Also der Plattform die praktisch erzwingt, dass bereits nach spätestens 30 Sekunden der Track vollständig beschrieben sein muss. Er meinte er findet es langweilig, wenn er ewig warten muss, bis der Track sich voll entfaltet hat, er stattdessen ungern länger als 2-3 Minutenlang ein Track hört.

Das war für mich dann auch eine Fundamentakerkenntnis - keine über die ich besonders glücklich bin. Denn sie ist meines erachtens nur Ausdruck eines profanen persönlichen musikalischen Geschmacks - der Typ wird letztendlich nie im Stande sein sich sein eigenes musikalisches Hörerprofil zu erarbeiten und somit eine musikalische Selbstfindung vorzunehmen. Das meine ich, wenn ich mich darüber beklage, dass die Jugend von heute garnicht im Stande ist eine generationenverbindende Gemeinsamkeit zu benennen. Das ist doch schrecklich - Oder nicht?

Ich hab im versucht zu erklären, dass musikhistorisch es durchaus mal Zeiten gab in denen Musik geschrieben / gemacht wurde, die vom programmantischen Aufbau her sehr wohl eine gewisse Übereinstimmung mit der modernen elektronischen Musik gibt, die vergleichbar mit der Zeit der Klassischen Musik ist, was er dann auch eingesehen hat. Auch der ganze sprachliche Duktus der Jugend ist bezeichnend - Tracks sagt heute kaum einer mehr. 'Lied' 'Song' und 'Stück' sind häufig gebrauchte Substantive.

Dass gerade die elektronische Musik vor allem auch in der Club-Kultur entwickelt wurde die eben nach solchen nicht Standard-konformen Klangstrukturen verlangt ist ein weiterer Grund, warum elektronische Musik nicht selten einem langatmigen programmatischem Aufbau folgt.

Und die heutige Generation kann damit quasi fast überhaupt nichts mehr anfangen. Die waren erschüttert, als ich denen erklärte das Donna Summer's I feel Love zum Zeitpunkt als wir mit dem Auto durch Morders Heimat dem Grödental gefahren sind bereits 41 Jahre alt und damit fast doppelt so alt wie sie selbst waren.

Wenn man sie denn aber mal mit entsprechender Musik anfixt werden sie doch neugierig was es damals so alles gab.

Spotify jedenfalls macht mehr kaputt als es schafft. Als ich mal genz spezielle elektronische Sachen da gesucht habe - Fehlanzeige. Da sich die Leute aber tw. nur in dem Spotify-Universum aufhalten geht ein elementarer Teil von Musik an ihnen vorbei.

"Und für meine Frau bitte den zweitbesten Fisch" sag ich nur :)

Hier nochmal ein schöner Track von Sven Väth (mag ich eigentlich nicht sonderlich) miit einer musikalischen Kollage die an den Film Barbarella angelehnt ist und mit gut 14 Minuten eine ganze Geschichte erzählt:
https://www.youtube.com/watch?v=BL67Bg3xxwQ
 
Zuletzt bearbeitet:

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Volle Zustimmung für dein zweites Statement.

Dein erstes wage ich vehement anzuzweifeln. Zur Untermauerung dieses Zweifels stelle ich das folgende Material von einer meiner Lieblingswebseiten, chartssurfer.de, zur allgemeinen Diskussion:

Anhang anzeigen 61626
und dabei sind doch rednex, marusha und vor allen dj bobo mit die kreativsten electronic sachen, die es jemals gab. nicht.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Man wird feststellen, dass die E. M. als Gegenentwurf zur bestehenden Musikausuebung (ganz unabhaengig von der Richtung oder den Werkzeugen) gedacht war. Die Musik sollte gegenueber der Buehnenzirkusnummer wieder in den Vordergrund treten, der Komponist gegenueber der Interpretation, ja der Interpret sollte komplett entfallen. Absolute Musik, eben. Dies kann nur mit elektronischen Mitteln erreicht werden.
und wenn wir irgendwo hin zurück müssen, dann dorthin.

oder mit anderen worten: wem nicht gefällt, was es so gibt, der muss es einfach besser machen.
 

Sticki201

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Gibt es aber auch alles in Trackform. Nur laufen die dann nicht 5 Minuten sondern 15-20 Minuten. Mich fragte letztes Jahr auf einer Exkursion ein junger Student, warum elektronische Musik eigentlich immer so lang ist, also im Sinne von Trackdauer und langsamen programmatischem Aufbau. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass das ein Wesensmerkmal elektronischer Musik ist. Zum ersten mal seit Jahrzehnten konnte das Refrain-Strophe-Konzept nachhaltig aufgebrochen werden. Das schafft den Raum für entsprechende Klangkollagen die eben Zeit benötigen. Hier steht das Wesen der Musik im Vordergrund und weniger die kurzweilige Unterhaltung vorbeihaschender Zuhörer. Das war so ein typischer neumodischer Spotify-User (ich selbst hab kein Spotify). Also der Plattform die praktisch erzwingt, dass bereits nach spätestens 30 Sekunden der Track vollständig beschrieben sein muss. Er meinte er findet es langweilig, wenn er ewig warten muss, bis der Track sich voll entfaltet hat, er stattdessen ungern länger als 2-3 Minutenlang ein Track hört.

Das war für mich dann auch eine Fundamentakerkenntnis - keine über die ich besonders glücklich bin. Denn sie ist meines erachtens nur Ausdruck eines profanen persönlichen musikalischen Geschmacks - der Typ wird letztendlich nie im Stande sein sich sein eigenes musikalisches Hörerprofil zu erarbeiten und somit eine musikalische Selbstfindung vorzunehmen. Das meine ich, wenn ich mich darüber beklage, dass die Jugend von heute garnicht im Stande ist eine generationenverbindende Gemeinsamkeit zu benennen. Das ist doch schrecklich - Oder nicht?

Ich hab im versucht zu erklären, dass musikhistorisch es durchaus mal Zeiten gab in denen Musik geschrieben / gemacht wurde, die vom programmantischen Aufbau her sehr wohl eine gewisse Übereinstimmung mit der modernen elektronischen Musik gibt, die vergleichbar mit der Zeit der Klassischen Musik ist, was er dann auch eingesehen hat. Auch der ganze sprachliche Duktus der Jugend ist bezeichnend - Tracks sagt heute kaum einer mehr. 'Lied' 'Song' und 'Stück' sind häufig gebrauchte Substantive.

Dass gerade die elektronische Musik vor allem auch in der Club-Kultur entwickelt wurde die eben nach solchen nicht Standard-konformen Klangstrukturen verlangt ist ein weiterer Grund, warum elektronische Musik nicht selten einem langatmigen programmatischem Aufbau folgt.

Und die heutige Generation kann damit quasi fast überhaupt nichts mehr anfangen. Die waren erschüttert, als ich denen erklärte das Donna Summer's I feel Love zum Zeitpunkt als wir mit dem Auto durch Morders Heimat dem Grödental gefahren sind bereits 41 Jahre alt und damit fast doppelt so alt wie sie selbst waren.

Wenn man sie denn aber mal mit entsprechender Musik anfixt werden sie doch neugierig was es damals so alles gab.

Spotify jedenfalls macht mehr kaputt als es schafft. Als ich mal genz spezielle elektronische Sachen da gesucht habe - Fehlanzeige. Da sich die Leute aber tw. nur in dem Spotify-Universum aufhalten geht ein elementarer Teil von Musik an ihnen vorbei.

"Und für meine Frau bitte den zweitbesten Fisch" sag ich nur :)

Hier nochmal ein schöner Track von Sven Väth (mag ich eigentlich nicht sonderlich) miit einer musikalischen Kollage die an den Film Barbarella angelehnt ist und mit gut 14 Minuten eine ganze Geschichte erzählt:
https://www.youtube.com/watch?v=BL67Bg3xxwQ
Natürlich gibt es das auch als Track Form. Trotzdem machte der Dj Mix alles immer zu einem Ganzen. Damals mix tapes heute download Datei. Und da kann eine Nummer wenn es dem dj Mix gut tut auch mal Minimalistischer ausfallen wie die andere. Beispielsweise alleine wirkt sie langweilig aber im dj Mix wiederum nicht. Da kann eine für langweilig gehaltene Nummer erst ihre Wirkung entfalten weil sie im Mix eine Lücke füllt. Wenn man Electroniche Musik macht dann macht man ja auch eher dj Mix tunes und keine Songs oder so.
Wenn natürlich ein Ding wie das andere klingt dann wird's langweilig. Weil die berg und Tal fahrt fehlt. Was es leider heute auch viel unter den mp3... Usb Dj's gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wellenstrom

Prophet of the Juno Wave
Ach ja, was mich etwas verwundert.
Die große Mehrzahl der hier Anwesenden im Forum produziert elektronische Instrumentalmusik.
Richtig?
Bei den ganzen Umfragen nach "Lieblingsalben" oder "Was hört ihr gerade?" werden aber fast immer
nur Künstler genannt, wo auch gesungen wird.

Da stimmt doch was nicht.
Ich bitte darum. Warum soll elektronische Musik Gesang ausschließen? Gerade darin liegt ja auch ein kontrastierender Reiz. Der Mensch in der Fabrik ist ja auch keine Maschine. So sehr ich auch Instrumentalmusik mag, die Krönung für mich als Musiker ist eben die Kombi aus elektronischen Klängen, Stimme und Text.
 

Reisender

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Und die heutige Generation kann damit quasi fast überhaupt nichts mehr anfangen.
Die neue Generation muss auch nichts mit den Vorlieben der vorherigen Generation anfangen müssen. Es ist schließlich eine neue Generation. Die schafft sich ihre eigenen Werte. Da gibt es kein besser oder schlechter. Man kann beim Vergleich von Generationen nur verlieren und zwar den Respekt vor einander. Die neue Generation wird ihren Weg gehen, sie wird mit Ansichten und Traditionen der Älteren brechen, sie wird sich auflehnen, um ihrer eigene Form von Kunst zu schaffen. Das haben wir auch nicht anders gemacht. Das ist der Lauf von Entwicklung und Evolution. Das zu lieben und zu machen was wir schätzen und tun würde Stillstand in der Weiterentwicklung bedeuten. Ein ewig im Gestern leben. Nein, das will kein jungen Mensch, was ich auch sehr gut verstehen kann. Was still steht ist Tod und davon sind die jungen Leute weit entfernt.
 

Ich@Work

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Spotify jedenfalls macht mehr kaputt als es schafft. Als ich mal genz spezielle elektronische Sachen da gesucht habe - Fehlanzeige. Da sich die Leute aber tw. nur in dem Spotify-Universum aufhalten geht ein elementarer Teil von Musik an ihnen vorbei.
Schöne Geschichte.

Allerdings sollte man nicht so tun als wäre früher alles verfügbar gewesen. Manches war bewusst limitiert und wenn der Musik-Dealers nicht über die entsprechende Quelle verfügte ging doch auch schon früher einiges an einem vorbei. Heute hat man deutlich mehr verfügbar als uns früher zugänglich war.
 

ganje

Fiktiver User
Ach ja, was mich etwas verwundert.
Die große Mehrzahl der hier Anwesenden im Forum produziert elektronische Instrumentalmusik.
Richtig?
Bei den ganzen Umfragen nach "Lieblingsalben" oder "Was hört ihr gerade?" werden aber fast immer
nur Künstler genannt, wo auch gesungen wird.

Da stimmt doch was nicht.
Um Musik mit Gesang produzieren zu können, muss man singen können oder eine/n Sänger/in haben. Dazu kommt noch, dass man etwas zu sagen haben sollte. Wer beim ersten Punkt nicht scheitert, tut es beim Zweiten. Das werden wohl die Hauptgründe sein, warum zu Hause auf Gesang verzichtet wird.
:wegrenn:
 
Ich finde es kommt immer auf die "Seele" des Tracks an, bzw. der Message/Aussage. Ich höre relativ viel Dub und psybent Zeug, da kommen Vocals vor oder nicht - wichtig sind da eher andere Dinge.
Geht es hier euch vielleicht auch manchmal so, dass man sich wünschte es gäbe von aktuelleren Sachen Instrumentals - damit man sich das dämliche Gesabbel sparen könnte?
 

Nowo

Universaldilettant
Allerdings sollte man nicht so tun als wäre früher alles verfügbar gewesen. Manches war bewusst limitiert und wenn der Musik-Dealers nicht über die entsprechende Quelle verfügte ging doch auch schon früher einiges an einem vorbei. Heute hat man deutlich mehr verfügbar als uns früher zugänglich war.
Würde ich auch so sehen. Ich denke auch nicht, dass Spotify das einzige Medium ist, das konsumiert wird. Auf der einen Seite haben natürlich Soundcloud und Bandcamp, auf der anderen Seite auch Youtube sowie zusätzlich noch die digitalen Radiostationen. Da ist aber dann auch für die meisten was dabei.

Ich erinnere mich noch, als ich 1983 Blue Monday haben wollte - das war zuerst gar nicht so einfach. Ein Freund aus England hatte es mir empfohlen. Da ich im amerikanischen Teil der Bundesrepublik lebte kam ich sonntags zwar in den Genuss von Casey Kasem's American Top 40, aber aktuellste britische Musik war im Radio Mangelware. Es dauerte ziemlich lange, bis mir dann jemand in einem Plattenladen Blue Monday als Direktimport für entsprechendes Geld besorgen konnte.
 

Ich@Work

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Ich bin mit Ton Steine Scherben ,Breakdance ,Electro Funk /-rap und dem ganzen Kram aufgewachsen..Acid kam dann 1986 und dann viel später erst Warp ,Alec Empire undsoweiter, was ich mir auch reingezogen habe. Ich habe sogar noch viel Platten hier.
und

Ich habe jetzt leider keine Beispiele parat ,aber
wenn ich heute im Pop oder Hip Hop bereich z.B. irgendwas höre im Radio ,dann fehlen mir die Kontraste.
Könnte es sein, dass man Subkultur von damals mit dem heutigen Mainstream vergleicht ? Sprich, man vergleicht Äpfel mit Birnen !!
 

Sticki201

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Würde ich auch so sehen. Ich denke auch nicht, dass Spotify das einzige Medium ist, das konsumiert wird. Auf der einen Seite haben natürlich Soundcloud und Bandcamp, auf der anderen Seite auch Youtube sowie zusätzlich noch die digitalen Radiostationen. Da ist aber dann auch für die meisten was dabei.

Ich erinnere mich noch, als ich 1983 Blue Monday haben wollte - das war zuerst gar nicht so einfach. Ein Freund aus England hatte es mir empfohlen. Da ich im amerikanischen Teil der Bundesrepublik lebte kam ich sonntags zwar in den Genuss von Casey Kasem's American Top 40, aber aktuellste britische Musik war im Radio Mangelware. Es dauerte ziemlich lange, bis mir dann jemand in einem Plattenladen Blue Monday als Direktimport für entsprechendes Geld besorgen konnte.
Ich hab früher in den 90ern dj Mixe auf Evosonic Radio aufgenommen. Das gequatschte wurde dann immer geschnitten und mühsam auf ein zweites Tape überspielt. Und du musstest immer pünktlich Sontag morgen für deine Sendung bereit sein. Tapes wurden gekauft und griffbereit am Recorder gelegt usw. Da steckte richtig richtig Arbeit hinter. :lollo:
Heute zieht man sich einfach nach Lust und Laune was auf SoundCloud oder so. Das meiste aus den 90zigern was ich so hatte war da auch zu finden. Ganz ohne werbe Radio gequatschte. ;-)
 

Ich@Work

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Ich hab früher in den 90ern dj Mixe auf Evosonic Radio aufgenommen. Das gequatschte wurde dann immer geschnitten und mühsam auf ein zweites Tape überspielt. Und du musstest immer pünktlich Sontag morgen für deine Sendung bereit sein. Tapes wurden gekauft und griffbereit am Recorder gelegt usw. Da steckte richtig richtig Arbeit hinter. :lollo:
Heute zieht man sich einfach nach Lust und Laune was auf SoundCloud oder so. Das meiste aus den 90zigern was ich so hatte war da auch zu finden. Ganz ohne werbe Radio gequatschte. ;-)
Ach, eine umfangreiche digitale Musikbibliothek will auch entsprechend aufbereitet sein und kann genauso viel Liebe in Anspruch nehmen, wenn man denn möchte.
Man ist ja nicht immer mit dem vorgegebenen Tag-Inhalten einverstanden und nicht immer ist alles korrekt/gleich geschrieben und man kann es ja auch erweitern.

Wenns um Leidenschaft geht finde ich das Wort "Arbeit" etwas falsch platziert. Oder klar das falsche Hobby.

Letztlich geht es darum ob Menschen zukünftig immer noch weiterhin an Musik interessiert sind, damit meine ich über das "Berieseln-lassen" hinaus.

Wer was gut oder schlecht findet ist jedem einzelnen selbst überlassen, jedoch nie der Massstab für andere und kann somit auch nicht als qualitative / quantitative Beurteilung dieser Musik über sich hinaus herhalten.
Es geht ja um die Geschmacksfrage.

Man kann natürlich technische Massstäbe nehmen, doch selbst diese Unterschiede siegen nicht über den Geschmack. Uns haben damals die Kassettenaufnahmen ausgereicht um was gut zu finden, auch wenn es aus heutiger Sicht schwierig geworden ist, sich sowas noch anzuhören, da meist auch mit Abnutzungserscheinungen zu rechnen ist. Diesbezüglich ist man heute in einer heilen Welt, würde ich mal behaupten, auch wenn es natürlich oft immer noch besser ginge und man natürlich das HiFi-Universum betreten kann. Die musikalisch technische Ebenen ist dann doch letztlich was für Theoretiker und nicht mehr auf aus der Hörerschaft.
 
Wenns um Leidenschaft geht finde ich das Wort "Arbeit" etwas falsch platziert.
:supi:
Wie oft höre ich das Wort Arbeit in diesem Forum.
Musizieren ist zumindest für mich eher Vergnügen und Ausgleich zur "Arbeit".

Ansonsten kann ich zum Thema nur sagen, dass es "heutzutage" soviel Musik zur freien Verfügung gibt wie noch nie.
Man muss nur suchen und finden was einem zusagt.
Gibt es das nicht, kann man immer noch versuchen Musik zu machen die einem selbst gefällt.
 

Ich@Work

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das ist leider nicht so leicht und auf dem Weg dahin muss man (ich) sich mher Sachen
die man nicht mag anhören als je zuvor.
Ja, musste man aber schon immer. Früher musste man dafür teilweise sogar das Haus verlassen ;-)
Mir scheint eher, dass es heute viel mehr gereifte Menschen gibt, die nicht mehr bereit sind diese Zeit zu opfern. Da ist dann aber nicht die neue Musik dran schuld.

Man muss nur suchen und finden was einem zusagt.
Würde ich anpassen in "Man muss nur suchen und finden wollen was einem zusagt."
Wer natürlich mit festem Glauben da ran geht, dass heute sowieso alles schlecht ist, hat eine Grundhaltung eingenommen, wo sich nichts mehr finden lässt.
Und wenn es nur darum geht diesen Glaubenssatz zu bestätigen.
 

Sticki201

*****
Wenns um Leidenschaft geht finde ich das Wort "Arbeit" etwas falsch platziert. Oder klar das falsche Hobby.
[/QUOTE]

Man hätte aus meinem Beitrag jetzt aber auch nicht so ernst machen müssen. Wir redeten ja nicht vom Musik machen als Hobby sondern von Methoden seine Musik die man gerne hört zu besorgen! Damals/heute
Und im Gegensatz zu heute wo man seine Musik mit dem Handy einfach downloaden kann war das mit dem Kassetten und auf seiner Sendung warten müssen und das gequarke rausschmeiden müssen Arbeit. Kurz gesagt..... Nicht daß es Arbeit war aber als Vergleich zu heute war es Arbeit! So war daß gemeint. Mehr nicht.
Ansonsten.... Klar für Musik machen als Hobby ist das Wort Arbeiten deplatziert. Aber das Musik machen und sich selbst in irgendwelchen Foren zu Ernst nehmen auch. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
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%3GgHszuestrnln

Guest
Würde ich anpassen in "Man muss nur suchen und finden wollen was einem zusagt."
Wer natürlich mit festem Glauben da ran geht, dass heute sowieso alles schlecht ist, hat eine Grundhaltung eingenommen, wo sich nichts mehr finden lässt.
Da muss ich widersprechen und das gilt nur wenn man einen leicht zufriedenzustellenden Geschmack hat.

Früher war es leichter, es gab gute Radiosendungen. Sowas gibt es nicht mehr.

EDIT: in Folge dessen und der schieren Masse wegen ist es heute schwerer,
 
%

%3GgHszuestrnln

Guest
Man kann ja mal in die Runde fragen:
wieviel % der Musik eurer Follower gefällt euch so gut, daß ihr sie öfters anhört?
Oder:
wenn ihr bei Soundcloud auf Whom To Follow geht und euch Musik vorschlagen lasst,
wieviele Tracks müsst ihr anhören damit einer darunter ist der euch berührt?
Wieviel Accounts bis einer dabei ist bei dem ihr denkt: Oh, super daß ich den Kanal gefunden habe?
 

Sticki201

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Ich habe jetzt ab Seite 3 nicht mehr weiter gelesen, aber ich würde auf Grund dieses Statement sagen: Du bist ein alter Mann, dem es zu mühselig ist, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen. Das sich in den wohligen Sessel der Erinnerung fallen zu lassen (und ein wenig drin rumzupupsen) ist so viel einfacher...

:floet:
Vielleicht kann man auch sagen er findet nicht mehr alt zu viel zu seinem Style wie er mag. Glaub das ist so mehr die 80er Electro Richtung mit Vocoder Gesang und so. Da klingt das neue wahrscheinlich etwas anders. :dunno:
 

Rolo

there is no more soul on this planet
Ich habe jetzt ab Seite 3 nicht mehr weiter gelesen, aber ich würde auf Grund dieses Statement sagen: Du bist ein alter Mann, dem es zu mühselig ist, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen. Das sich in den wohligen Sessel der Erinnerung fallen zu lassen (und ein wenig drin rumzupupsen) ist so viel einfacher...

:floet:
Ne, ich meine das ernst. Absolut ernst. Ist mir auch egal wie ihr darüber denkt. Im Jahr 1984 wurden die besten Electro funk releases gemacht und nach 1985 kam kaum noch interessantes Zeug in dieser Richtung.
Ich darf doch hier wohl noch meine Meinung haben. Ich bin außerdem erst 47, also noch nicht alt. Und wenn du weitergelesen hättest, dann hättest du gelesen daß ich geschrieben habe, daß ich regelmäßig
die Shops nach neuem Vinyl durchstöber, aber nur sehr selten was richtig gutes finde.
 
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