Warum ist das immer wieder so "schwer"??

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von the acid test, 25. Juni 2010.

  1. kennt ihr das:
    ihr wisst was ihr wollt -> den sound xy. aber ihr kommt nicht drauf wie man da hin kommt. oder man versucht sachen nach zu "bauen" am eigenen synth die man auf cds hört. aber es geht und geht nicht. dabei wisst ihr theoretisch & praktisch wie es geht, doch an der umsetzung scheitert es.
    mir selber geht es oft so das ich ein sound im kopf habe, das ganze spektrum. dann setz ich mich hin, und selbst nach stunden komme ich nicht auf den sound den ich wollte ) zum einen weil is dann einfach plötzlich so etwas wie eine blockade bekomme oder zum anderen weil ich urplötzlich anfange zu jammen und die idee vergesse^^ )

    beides hat eines gemeinsam, ich sitze geknickt vor mein synth.
    und dann kommt es öfters so. während ich auf arbeit bin, im kino, in der disco, kneipe, bla bla bla, kommt mir, ohne vorherige anzeichen eines gedankens daran, die eingebung wie es geht.

    kennst ihr das? im grunde fängt man ja immer wieder von vorne an, und muss ständig die selben hürden meistern, und scheitert doch immer wieder an manchen.
    warum ist das also so "schwer"

    vll. habt ihr ja auch beispiele wie das bei euch so ist, oder wie ihr für euch am besten zu den ziel kommt das ihr im kopf habt.

    peace out^^
     
  2. Für spontane Einfälle eignet sich ein Diktiergerät- dort kann man Melodien oder Ideen drauf sprechen.
    Ein Zettel auf dem Nachtschrank ist auch wichtig, in entspannten Phasen hat man die besten Ideen.

    Mit der starren Arbeitsweise, stur eine bestimmte Idee zu verfolgen, kommt man imo langsam vorwärts.
    Viel besser ist es zunächst, mehrere Versionen eines Tracks zu verfolgen oder Kollege Zufall mit einzubeziehen.
     
  3. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Ist an sich recht gut Sounddesign vom Musik machen zu trennen, wenn du eine Idee hast wuerd' ich mich erst mal um die noetigen Sounds kuemmern und dann erst mit dem Musik machen anfangen, ansonsten verzettelt man sich.
    Koennte bei dir auch an den eher einfach gestrickten Synths liegen, mit denen man nicht immer nah genug ans Original kommen wird...
     
  4. sternrekorder

    sternrekorder bin angekommen

    Ich habe ein Diktiergerät im Handy...was würde ich ohne das machen? :shock:

    Im Laufe der Jahre hat sich bei mir folgende Arbeitsweise herauskristallisiert:
    Ich arbeite nur so lange an einem Projekt, wie ich denke, dass ich dabei kreativ bin. Wenn es mich langweilt bzw. wenn ich nicht weiterkomme speicher' ich alles ab und widme mich was Anderem. Das kann ein anderes Projekt, auch das Auto, die Frau oder der Garten sein, was auch immer.
    Irgendwann später (manchmal auch Monate) öffne ich diese Projekte wieder. Dabei kommen mir dann oft Ideen, auf die ich zuerst nicht gekommen bin.
    So zieht sich das ein oder andere Projekt tlw. über sehr lange Zeit hin.

    Klar, das hat Nachteile:
    1. Bei Synths ohne Speicher und viel Outboard ist diese Arbeitsweise nicht wirklich effektiv.
    2. Auftragsarbeiten können so nicht fristgemäß erledigt werden.

    Wichtig ist doch aber, dass man Spaß am Schrauben, Tüfteln, Klangbasteln hat und sich nicht zu sehr unter Druck setzt.
    Abstand zum Projekt und dann mit neuem Anlauf drauf los.
    Ein alter Spruch lautet: "Kommt Zeit, kommt Rat." :nihao:
     
  5. in der reihenfolge :mrgreen:
     
  6. hihi. Für Sound-Ideen finde ich den Tipp mit dem Diktiergerät echt super. Wie wollt ihr das mündlich festhalten?

    Sound 1: wwwzzzzdschuuuuuuuuuuuuuummmmmmmmmKKKh!
    Sound 2: Biuhh
    Sound 3: Pzenghhhhhhhhhh (mehr h's anfügen für längere Releasephasen)
    Drums: Bumm tzzz tschakk
    FX: Boioioioioioing, pflirrrrrup...

    Und bei einem Buchla dann: Plok, flok, tock, zock, rock.. klopf, Klopf.. Wer ist da? :mrgreen:

    Solche Eingebungen kenne ich aber auch. Es kommt nicht selten vor, dass die Strukturen in Reaktor und meine Wünsche
    mich vor ein Rätsel stellen. Entweder ich komme mit viel Fleiß ans Ziel, was mich unter Umständen schlaflose Nächte kostet.
    Oder ich frag einfach das liebe Reaktorforum um Rat. Oder eben der gute alte Geistesbiltz muss aushelfen.

    Manchmal entdecke ich auf meinen Klangforschungen sogar Sachen, welche mich zwar interessieren, aber im Moment nicht Mittelpunkt meiner Forschungen sind. Diese Dinger werden dann erstmal abgespeichert und für ein späteres Leben archiviert. So komme ich zum Beispiel bei dem Versuch Phasenverzerrung zu implementieren zu einem schönen Antialiasing-Algorithmus oder mehrphasigen-Hüllkurven. Da ist zwar nicht die Suche nach einem bestimmten Sound ausschlaggebend, aber es ist ein Beispiel wie man von einem Pferd aufs andere geraten kann und es ist immer wieder schön schwer!
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    @ Warum ist das immer wieder so "schwer"??

    Das hängt davon ab wie viel man so über die Zeit mit Sounddesign zu tun hatte. Irgendwann verinnerlicht man vieles und denkt nicht mehr darüber nach, sondern macht einfach. Das kommt mit der Zeit, würde mir da nicht so den Kopf machen.
     
  8. Naja, muss ja nicht Monate später sein. Ein paar Tage später hört man sich das Stück mit Abstand an und es fallen einem viele Detailverbesserungen ein.

    Schwierig finde ich, wenn man den Track mit Aushilfsounds beginnt und später durch Edelsounds ersetzen will.
    Das gelingt dann meist nicht mehr.
    Warum sich also nicht gleich von einem schönen Sound inspirieren lassen und das Stück um den Sound herumbauen?
     
  9. @ summa: is ja nicht so das ich nen weltrekord in kreativität brechen will ( wegen den einfach gestrickten sounds ) für mich muss es einfach zum lied passen^^

    @ taschenmusikant: so is das eigentlich generell bei mir, das ich ein sound hab, oder eine melodie, und den rest darauf auf baue.

    .......

    mit den diktiergerät is keine schlechte idee, ich bin teilweise sogar so weit gegangen das ich mir die geräusche die es dann machen soll wirklich ins handy GESCHRIEBEN hab. so wie "risiko patienten" das schön geschildert hat. nur wusste ich tage später nichtmehr was ich damit meinte...haha :roll:

    sicher ist einiges "übungs" und "erfahrungs" sache. aber haben nicht auch leute die schon 20 jahre mit synth arbeiten solche sorgen?
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die Leute die damit Geld verdienen wohl eher nicht ( da musst du aber Summa und kpr fragen), aber ich als Hobby Bastler habe auch nach langer Zeit hier und da Probleme. Ich kann auch nicht alles nachbauen was man so hören kann, denke auch das ist eher der Normalfall. Es gibt auch etliches, was ich an Klängen im Kopf habe aber bis heute nicht habe umgesetzt bekommen. Ich mache es aber so, dass ich mich klanglich nicht an anderen orientiere, sondern mache das was ich kann. Ich habe aber auch meine Phasen wo ich mich mit Dingen beschäftige die ich vorher so noch nicht gemacht habe und komme so auf neue Ideen. Ich versuche aber generell das was da bei mir so im Kopf vor sich hin wabert/klingelt umzusetzen, das übt halt.

    Aber nicht vergessen, Sound, egal wie komplex, macht noch keine Musik. Von daher kann ein einfacher Klang an der richtigen Stelle wunderbar passen, wo ein komplexer Klang total fehl positioniert wäre.
     
  11. mik93

    mik93 Tach

    bei mir ist es so das ich mich mehr durch die post-produktion quäle - mischen, einsatz von EQ und kompresor, verteilung im stereo bild usw - ich weiß einfach zu wenig darüber, ob wohl ich echt bemüht bin darüber was zu lernen - aber ich glaube ich brauch mal echten unterricht - lesen und video tutorials helfen eben nur bedingt....
     
  12. Die post-production is bei mir schnell durch, da ich schon beim einspielen weiß wies klingen soll.

    Aber eben das finden der sound ist teilweise steinig. Man versucht ja auch neue arten von sounds zu finden. Aber auch wenn ich nicht die hamma komplexen töne und so hab is es doch schwer das gleichgewicht zwischen angepassten und uebertriebenen sound zu finden. Vieles nehm ich auf und denk dann beim hoeren: wie scheiße is das denn!
     
  13. Bernie

    Bernie Anfänger

    Genauer hinhören. Stücke mehrfach durchhören und dabei ganz analytisch immer nur auf einen einzelnen Sound konzentrieren.
     

    Anhänge:

  14. stellenweise hilft aber auch kein genaues hin hören. ich kenn vereinzelte lieder wo mir sounds gefallen, aber die struktur des sounds und der mix gehen da hand in hand. soll bedeuten: das es ab gewissen stellen nicht mehr klar is - is das jetz ein sound, oder 2 (+ X) zusammen gemixt.

    Stellenweise denke ich dann das es zusammengeschnitten is, da es mir zu "unmöglich" ( gibts unmöglich eigentlich bei synthesizer sounds?? ) vorkommt das es ein sound sein könnte. wiederum aber waren diese zusammengeschnittenen sounds live wohl schwer umsetzbar ( wenn man sie den überhaupt live spielen will^^ )

    heute is mir auch mal so aufgefallen, beim jammen und bisschen nachdenken, das ich mir so komplexe fm sounds garnicht richtig in ein lied vorstellen kann, da es für mich mehr intro und outro sounds sind. meine ansicht^^ haha, ich steh eh mehr auf "gerade" sounds im lied. bei mir muss ein synth eigentlich nur brummeln/piepen/flackern :D aber für intros und so brauch ich "ausgefallenere" sachen.

    BBWWAAAA !!!!!! :cool:
     

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