Buchla 200e talk

Die teuerste Groovebox der Welt. Aber mal was anderes.

Für den Aussenstehenden Nicht-Buchla-Kenner ist das hier wieder ein weiteres frustrierendes Beispiel, wo nicht 100%ig klar wird, wie das System den Track erzeugt. Die Reglerbewegungen erscheinen mir manchmal unkorreliert, was natürlich nur mit meiner Unkenntnis der Modulfunktionen zu erklären ist.

Hier ist aber auch wieder sehr eindrucksvoll gezeigt, dass Buchla was den Leuchtmittelfaktor angeht mit links gewinnt. Das hat schon was.
 
Kein Grund zur Frustration: Da sich alle Module optisch deutlich voneinander unterscheiden, kannst Du anhand der Modulbilder auf der Buchla-Website die in dem Video deutlich erkennbaren Module und ihre bedienten Parameter problemlos identifizieren.
 
Todd Barton macht wirklich tolle Sachen mit seinem Buchla - diesen Track finde ich sehr gelungen. Und ich habe immer gedacht, das "Radio Modul" von Buchla wäre ein Gag!

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Achja, bevor ich es vergesse: Todd hat in seinem recht kleinen System ein 258v von Mark Verbos eingebaut. Die bisherigen Soundbeispiele vom 258v haben mir gezeigt, das dieses Modul sehr den alten Buchla-Sound ausmacht, der mir bei den neueren Oszillatoren irgendwie verloren geht. Sehen die Besitzer des 200e dies auch so?
 
Welchen "alten Buchla-Sound" meinst Du denn? Den des 258, des 259 oder des 208?

Unabhängig von Deiner Antwort werde ich Dir aber nicht weiterhelfen können, da ich nur die neuen 259e/261e/258v habe, und bei letzterem von "kennen" noch keine Rede sein kann – ist vor kurzem erst angekommen, und freie Zeit war bisher leider zu knapp bemessen.
 
Hier gibt es 258v fast solo:



Der 258v klingt schon fett analog! Wenn man das braucht, ist er die perfekte Lösung.

@serge: Du hast jetzt auch einen 258v? Zufrieden? Und wo steckt er denn drin?
 
Tja, äh, hm, also das…*rotwerd*…ist genau das Problem: Ich habe schlichtweg keinen Platz. Weder weiß ich wohin mit dem 258v, noch wohin mit dem ModuleModule Morphun. Aber die Gelegenheit für den Erwerb erschien so günstig…

Völlerei, peinlich, peinlich, ich weiß: Ich gelobe Besserung.
 
Das kenne ich irgendwo her :floet:
Brauche auch ein neues oder ein größeres Case :oops: Ist aber was für den Winter.

Besserung? Verkauf mir Deinen Modulemodule Morphun :opa: :school: :floet:
 
Erstmal nicht…

Ich wünschte, B&A würde eine größere Variante des Skylab-10er-Cabinet anbieten, bei der oben und unten anstatt jeweils einem 5er-Boat jeweils zwei 5er-Boats vorhanden wären.

Bei diesem 20er-Cabinet wären die jeweils zwei zueinander gehörenden 5er-Boats oben wie unten in einem ähnlichen Winkel zueinander angebracht, der bei dem aktuellen 10er-Cabinet zwischen dem oberen und unteren 5er-Boat herrscht. Die Holzseitenteile müssten natürlich entsprechend angepasst werden, zudem würde eine ausklappbare Stütze wie an aktuellen 18er- und 24er-Cabinets notwendig. Im ausgeklappten Zustand ergäbe sich so zwischen oberstem und vorderstem Boat nahezu ein 90-Grad-Winkel.

Zwar wäre ein solches 20er-Cabinet ("Mir"?) nicht mehr handgepäcktauglich, aber es könnte in gepatchtem Zustand transportiert werden.
 
Scaramouchè schrieb:
Todd Barton macht wirklich tolle Sachen mit seinem Buchla - diesen Track finde ich sehr gelungen. Und ich habe immer gedacht, das "Radio Modul" von Buchla wäre ein Gag!

[ http://vimeo.com/http://vimeo.com/47866575 (•Vimeo VIDEOLINK) ]

Ich finde das Stück ziemlich unharmonisch und völlig out of tune, so wie eigentlich fast alles, was ich bisher von Buchlas gehört habe. Warum immer diese Disharmonien, die so ein bischen nach ringmodulierten Sounds klingen, gibts da nichts warmes analoges?
Ich bekomm Zahnschmerzen davon.
 
serge schrieb:
Welchen "alten Buchla-Sound" meinst Du denn? Den des 258, des 259 oder des 208?

Unabhängig von Deiner Antwort werde ich Dir aber nicht weiterhelfen können, da ich nur die neuen 259e/261e/258v habe, und bei letzterem von "kennen" noch keine Rede sein kann – ist vor kurzem erst angekommen, und freie Zeit war bisher leider zu knapp bemessen.

Also mit dem "alten" Buchla-Sound meine ich historische Aufnahmen von Morton Subotnik und was ich noch so aufschnappen konnte. Ich weiß nicht mit welchem System und gar nicht mit welchen Modulen die Musik produziert wurde. Aber die Klänge hatten einen wesentlich stärkeren organisch/lebendigen Sound als viele Beispiele, die ich vom neuen 200e System gehört habe. Und das 258v repräsentiert genau das, was ich bisher vermisst habe. (Alle meine Erkenntnisse von Buchla stammen aus Hörbeispielen und Videos aus dem Netz - keine konkrete eigene Erfahrung.) Wenn mir Klangbeispiele gefallen haben, hatten die jeweiligen Besitzer fast immer ein 258v im "Boat", deshalb vermute ich, liegt meine Präferenz auf dem 258v.
 
Bernie schrieb:
Scaramouchè schrieb:
Todd Barton macht wirklich tolle Sachen mit seinem Buchla - diesen Track finde ich sehr gelungen. Und ich habe immer gedacht, das "Radio Modul" von Buchla wäre ein Gag!

[ http://vimeo.com/http://vimeo.com/47866575 (•Vimeo VIDEOLINK) ]

Ich finde das Stück ziemlich unharmonisch und völlig out of tune, so wie eigentlich fast alles, was ich bisher von Buchlas gehört habe. Warum immer diese Disharmonien, die so ein bischen nach ringmodulierten Sounds klingen, gibts da nichts warmes analoges?
Ich bekomm Zahnschmerzen davon.

Ich versteh dich nicht Bernie! Das System ist weder unharmonisch noch "out of tune" - dann würde es wirklich schrecklich klingen. Natürlich ist das System nicht auf eine gleichstufige Stimmung begrenzt, wie es bei vielen Synthesizern der Fall ist. Gerade deshalb finde ich es gerade Interessant. Aber der musikalische Ausdruck und Geschmack ist dann wohl zwischen uns sehr verschieden. Außerdem gibt es im Netz einige Beispiele wie ein Buchla brav gleichstufige vor sich hintönt - die haben mein musikalisches Verständnis aber immer gelangweilt.
 
Scaramouchè schrieb:
Ich versteh dich nicht Bernie! Das System ist weder unharmonisch noch "out of tune" - dann würde es wirklich schrecklich klingen. Natürlich ist das System nicht auf eine gleichstufige Stimmung begrenzt, wie es bei vielen Synthesizern der Fall ist.
Ich bin zwar schon uralt und höre nicht mehr so gut, aber das Stück klingt doch so, als wären da manchmal ein paar Oszillatoren aus der Stimmung weggedriftet. Vielleicht ist das ja auch so Absicht gewesen. ich hab das öfter mal beim AKS, wenn am KS Sequenzer der Spread nicht sauber stimmt und das Teil nicht oktavrein ist
 
@Bernie
Evtl. meinst Du den Ribbon-Controller-Effekt a la Trautonium?
(Also ein leichtes Daneben im Vergleich zur klar vordefinierten Tonhöhe
einer Taste).
 
Bernie schrieb:
Ich bin zwar schon uralt und höre nicht mehr so gut, aber das Stück klingt doch so, als wären da manchmal ein paar Oszillatoren aus der Stimmung weggedriftet. Vielleicht ist das ja auch so Absicht gewesen. ich hab das öfter mal beim AKS, wenn am KS Sequenzer der Spread nicht sauber stimmt und das Teil nicht oktavrein ist

Die ganzen Drifts sind nach meiner Auffassung alle Absicht und machen den Sound gerade harmonisch spannend. Ich glaube langsam, ich kapiere, was dich stört: Die Oszillatoren sind nicht "stimmig" zueinander - im Sinne von Referenzton (Kammerton) und normierten chromatischen Frequenzabstand - darum "reiben" sich die einzelnen resultierenden Töne und sind nicht gleichstimmig glattgebügelt. Aber das können deine modularen Lieblinge doch alle auch!? Der Ribbon-Controller-Effekt wie es Zotterl meint, ist glaube ich nicht das Problem von Bernie, der glaube ich ein Haken Continuum hat und es daher nur allzugut kennt.
 
Mir gefallen die Buchla Stücke von Todd Barton sehr gut. Vorallem zeigt er, das man gerade bei Buchla kein großes System braucht um gute Sachen zu machen.
 
Ich würde mich dazu versteigen, dass Menge und sowas nur durch bestimmte Vordiskussionen als "negativ behaftet" vermutet werden. Das ist aber egal, wenn man Spaß dran hat. Solang man sich nicht zum Sklaven des Konsums macht ist das doch kein wichtiger Punkt.
Man muss halt länger suchen, weil es halt kein MS20 oder iPad ist,was jeder hat. Und auch das wäre egal.

Soviel zum OT, weil ich glaube, dass DAS hier immer mitschwingt und dies nicht wirklich sein muss.
 
Scaramouchè schrieb:
Der Ribbon-Controller-Effekt wie es Zotterl meint, ist glaube ich nicht das Problem von Bernie, der glaube ich ein Haken Continuum hat und es daher nur allzugut kennt.
Positiv ausgedrückt: Buchla goes mikrotonal ;-)
 
Du kannst mit einem Pressure Points (mehreren eigentlich) oder mit dem Controller für den 200e sehr schön pro Taste justieren, wie und was rauskommt. Das ist ein typischer Aspekt bei der Konstruktion der meisten Buchlas. Aber das kann man natürlich heute in Form von Pressure Points teilweise auch haben. Diese Fingerbremspurencontroller in Reichsadlerform (Regieanweisung: bitte hier lachen, nicht kritisiert fühlen) sind schon cool. Das "Monostring"-Verhalten wie bei einem Ribbon ist ja "freidimensional", aber klar skalieren ist ja auch nicht schlecht. Wollte das nur ergänzen, ggf. regt es jemanden ja an dies zu verwenden, egal mit welchem Gerät.

Aber das Reichsadlerding ist schon cool, nur sollte es seinen Anschluss nicht unten mit Flachbandkabel haben. Das sieht sehr nach abreißen aus. Aber mit Gummifüßen geht es so halbwegs. Bin da schon erstaunt, dass man das so gelöst hat. Trotzdem geil.
 
Moogulator schrieb:
…nur sollte es seinen Anschluss nicht unten mit Flachbandkabel haben. Das sieht sehr nach abreißen aus. Aber mit Gummifüßen geht es so halbwegs. Bin da schon erstaunt, dass man das so gelöst hat. Trotzdem geil.
Diese Deine Bedenken hatte ich anfangs auch, bis ich feststellen durfte, dass erstens diese Flachbandkabel und die Buchsen viel stabiler sind als ursprünglich angenommen, und es zweitens unwahrscheinlich einfach ist, sich für jede gewünschte Aufstellungssituation Flachbandkabel in passender Länge anfertigen zu können – ohne dafür den Lötkolben bemühen zu müssen. Die Gummifüße passen übrigens nicht halbwegs, sondern perfekt.
 
Ich denke auch über ein Buchlasystem nach.

Aber Fragen über Fragen: :selfhammer:

Mit einem CVGT1 musste doch die Integration in ein bestehendes Euroracksystem problemlos möglich sein?

Dann müsste doch ein vernünftiges Arbeiten mit einem modifizierten System #5 (18 Units) ausreichend sein?

z. B. System Interface raus, da über Eurorack, dafür 251e und Earsdrill rein, ähnlich wie bei nanotone

223e oder doch 222e?

Hat sich da einer von Euch auch schon Gedanken gemacht? :shock:
 
Die Eurorack Anbindung funktioniert mit einem oder mehreren solcher Module sicherlich sehr gut. Nur bei einem 18er System stellt sich mir die Frage der Notwendigkeit des Zweitsystems. Clock und Audio kriegt man auch so irgendwie hin. Der Vorteil von Eurorack liegt gegenüber einem großen 200e System IMHO nur noch bei FX- und Sample-Modulen.

Das 227e kann man rausnehmen und gegen ein 207e tauschen. Ganz streichen würde ich Mixer und Preamp nicht!

Und das Thema 222e vs. 223e ist allein subjektive Entscheidung ;-)
 
Synlog schrieb:
Dann müsste doch ein vernünftiges Arbeiten mit einem modifizierten System #5 (18 Units) ausreichend sein?
"Vernünftiges Arbeiten" ist auch mit einem kleineren System als dem 5er möglich, es hängt halt davon ab, was für Dich zur "vernünftigen Arbeit" dazu gehört – oder kurz:
Was ist Dir warum wichtig?
 


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